Da Schlafstörungen vielfältige Ursachen haben können, ist es wichtig zu Beginn einer Behandlung eine sorgfältige Differentialdiagnostik sicherzustellen. Hintergrund einer Schlafstörung können sein:
A) Organische Ursachen können z.B. sein Schmerzerkrankungen, Aufmerksamkeitsdefizitstörungen (ADHS), Schilddrüsenüberfunktion, Abhängigkeit von Alkohol und Drogen, Medikamentennebenwirkungen, Herzerkrankungen, Erkrankungen der Atmungsorgane, Schnarchen mit Schlafapnoe, Durchblutungsstörungen, Symptome im Klimakterium wie z.B. Hitzwallungen sowie Begleiterscheinungen bei Tinnitus-Erkrankung. Ein seltene Form organisch-genetischer Ursache ist die Nakolepsie (starker Schlafdrang am Tage)
B) B Nichtorganische (psychische) Ursachen z.B. manisch-depressive Erkrankungen, psychogene Störungen in Form von Angsterkrankungen, Neurostress, Belastungsreaktionen, psychische Traumatisierung, leichtere Depressionen.
In der Internationalen Klassifikation von Gesundheitlichen Störungen werden grob unterteilt folgende Formen unterschieden:
• Ein- und Durchschlafstörung (Insomnie),
• Tagesschläfrigkeit (Hypersomnie)
• sogenannten Parasomnien z.B. Schlafwandeln Somnambulismus) sowie Alpträume mit Aufschrecken (Pavor Nocturnus)
• Schlafstörungen bei Jet Lag sowie Schichtarbeit (zirkadiane Störungen)
Zusätzlich ist zu beachten, daß in bestimmten Lebensphasen z.B. bei Säuglingen, Jugendlichen und älteren Menschen entwicklungsbedingte Schlafabweichungen zu beachten sind.
Häufig werden Schlafstörungen mit Benzodiazepin-Tranquillizern behandelt. Dabei ist jedoch die Gefahr einer Benzodiazepin-Abhängigkeit gegeben, wenn die Medikation über längere Zeit ( 6 Wochen bis 3 Monate) durchgeführt wird. Es können auch beruhigende Antidepressiva eingesetzt werden, die nich abhängig machen. Besser jedoch ist, hinsichtlich unerwünschter Nebenwirkungen, der Einsatz von pflanzlichen Sedativa wie z.B. Hopfen und Baldrian, speziell bei Kindern.
Unabdingbar ist, die ursächliche Erkrankung, die zu Schlafstörungen führt zu erkennen und entsprechend zu behandeln.
Zusätzlich sollten bestimmte Verhaltensweisen, die der Schlafförderung dienen eingehalten werden:
• Entspannungstechniken wie z.B. Autogenes Training oder Muskelrelaxation nach Jacobsen,
• Vermeidung von schwerverdaulichen Gerichten nach 18.00 Uhr
• dafür lieber einen Abendspaziergang oder moderate sportliche Betätigung,
• Einschränkung von Kaffe- und Alkoholgenuss,
• kühle und abgedunkelte Schlafräume
• körperverträgliche Schlafkleidung.
Zusätzlich können Betroffene z.B. durch Seminare in einer Schlafschule alles betreffend des Themas Schlaf, Schlafstörungen und der richtigen Schlafplatzumgebung lernen, um die medizinische Behandlung optimal zu unterstützen..
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