Was ist Hypnose?

by info on 5. September 2010

Die meisten Menschen denken, wenn sie das Wort Hypnose hören an dubiose Schilderungen aus dem Bereich von Bühnenschow oder Kriminalfilm.

Das hat jedoch nichts mit der therapeutischen Anwendung der Hypnose zu tun. Die moderne Hypnose-Therapie ist eine im medizinischen Bereich häufig genutzte Vorgehensweise z.B. im Bereich der Schmerztherapie, bei Schlafstörungen, psychsomatischen Beschwerdebildern und sogar in Verbindung mit anderen Therapieverfahren bei Angststörungen und Depressionen.

Viele Hypnotisierte sehen aus, als würden sie schlafen. Mit Schlaf hat Hypnose jedoch nichts gemeinsam, im Gegenteil: Unter Hypnose erfolgt die Fokussierung des Bewusstseins nach innen; d.h. der Klient ist aktiv beteiligt. Diese innere Fokussierung ermöglicht eine direkte Beeinflussung des Unterbewusstseins, indem der Behandler Suggestionen gibt, die auf die psychische Problematik wirken, wenn sie vom Klienten akzeptiert werden.

Die therapeutisch Anwendung der Hypnosetechniken setzen in Deutschland die Therapieerlaubnis als Arzt, Psychotherapeut, Heilpraktiker oder Heilpraktiker Psychotherapie voraus.  Im Rahmen von Hypnose- Weiterbildungen für Heilpraktiker werden hypnotische Techniken systematisch geschult und eingeübt.

Wie beeinflußt Hypnose das Unterbewußtsein?
Durch die Entspannungdes Klienten und Fokussierung auf innere Prozesse umgeht die Hypnose den Verstand, das rationale Bewusstsein und schafft einen inneren Raum für therapeutisch wirksame Assoziationen, die der Klient annehmen und vertiefen kann.

Schafft Hypnose den freien Willen ab?
Nein, das beweist sich schon daran, dass nicht alle Menschen in der gleichen Art und Weise hypnotisch beeinflussbar sind. Hypnose gegen den Willen eines Menschen ist nicht möglich.

Nur wenn der Klient sich für die Suggestionen des Therapeuten öffnet (z.B. aufgrund der vertrauensvollen therapeutischen Beziehung) besteht überhaupt die Möglichkeit, dass die Suggestionen in das Unterbewusstsein gelangen.  Aus der Fremd-Suggestion wird auf diese Weise Eigen-Suggestion; d.h. der Klient übernimmt die therapeutisch wirksamen Suggestionen.

Wie funktioniert der kritische Faktor des Bewusstseins?

Auch während der Hypnose bleibt das Bewusstsein als Kontrollinstanz  zwischen dem bewussten logisch-analytischen Denken und den unterbewussten Erleben erhalten.

Diese Kontrollinstanz lehnt alle Suggestionen ab, die nicht zu den Inhalten des Unterbewussten passen. Wenn dies geschieht, entwickelt der Klient Widerstand und der hypnotische Prozess ist beendet. Akzeptiert dahingegen die Kontrollinstanz die Suggestionen, werden diese im Unterbewusstsein gespeichert.

Was bewirkt Hypnose?

Durch Hypnose ist es möglich, therapeutische Interventionen im Bereich des Imaginierens, der Mentalarbeit in Form von heilenden Bildern, föderlichen Lebensüberzeugungen im Unterbewusstsein zu speichern und somit Verhaltensänderungen zu ermöglichen.

So wie vorher die belastenden, schädigenden Bilder und Gedanken ja auch aus dem Unterbewusstsein heraus negativ wirkten, können nach erfolgreicher hypnotischer Intervention, sozusagen als besserer Ersatz, positive, lösungs- und ressourcenorientierte mentale Kräfte förderlich wirken.

Wie fühlt sich Hypnose an?
Menschen die in einem hypnotischen Zustand sind, fühlen sich grundlegend erst mal sehr entspannt. Je nach Tiefe der Hypnose können Körperempfindungen wie  Kribbeln in Fingerspitzen oder Gliedmaßen, Gefühl der Leichtigkeit oder der Schwere, Schweben über dem eigenen Körper, Gefühl von Energiefluss im Körper, starke Emotionen, Flattern der Augenlider, vermehrter oder verminderter Speichelfluss, angenehmes Gefühl der Entspannung, Verzerrung der zeitlichen Wahrnehmung auftreten.

Wofür ist therapeutische Hypnose gut?
Hypnose hat vielfältigeAnwendungsgebiete: Rauchentwöhnung, Gewichtsabnahme, Stressabbau, Schmerztherapie, Geburtshilfe, Schlafstörungen sowie in vielen Bereichen der Psychotherapie bei unterschiedlichen Störungsbildern.

Weitere Adressen betreffend Hypnose:

Hypnose Ausbildungen 57482 Wenden

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