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Monatsarchive: Januar 2007

Die lernende Organisation als Chance zur Weiterentwicklung

Die wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten 15 Jahre machen ein generelles Umdenken in Organisationen notwendig. Das erfolgreiche Unternehmen der Zukunft wird die lernende Organisation sein. Da die Welt immer enger zusammenrückt und die Komplexität und Dynamik der Wirtschaft ständig zunimmt, muß die Arbeit

lernintensiver werden. Es reicht nicht mehr aus, daß eine einzelne Person stellvertretend für ein ganzes Unternehmen lernt. Die Entscheidungen und Strategien können nicht mehr nur von oben ausgeknobelt werden, und alle folgen dann einem Strategen. Das Engagement und Lernpotenzial wird auf allen Ebenen des Unternehmens erschlossen. Die Fähigkeit, schneller zu lernen als die Konkurrenzunternehmen wird ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein.

Lernende Organisationen sind möglich, weil die meisten Menschen sich ihr seit Kindheit bestehendes Lernbedürfnis bewahrt haben. Die meisten von uns waren irgendwann einmal Mitglieder eines Teams, im Sport in einer Fußballmannschaft oder bei Arbeitsgruppen in der Schule oder Ausbildung, wo sich alle Beteiligten vertrauten, Stärken ergänzten, Schwächen ausgleichen, große gemeinsame Ziele verfolgten. Viele sehnen sich insgeheim nach einer solchen Erfahrung zurück.
Die Chance, so etwas wiederzuerleben und sich selbst in dieser authentischen Form tagtäglich einzubringen, liegt in den lernende Organisationen.

In der Arbeitswelt wird es weiter gären, bis Organisationen geschaffen sind, die nicht nur die materiellen Sicherheitsbedürfnisse erfüllen, sondern auch den höheren Zielen des Menschen besser gerecht werden, wie Zugehörigkeit, Selbstverwirklichung, Akzeptanz und persönlichem Wachstum.

Führungsverhalten

Die herkömmliche Führungsauffassung geht im wesentlichen von der Annahme aus, daß Menschen im Grunde machtlos sind, daß Ihnen eine persönliche Vision fehlt und sie nicht in der Lage sind, die Kräfte der Veränderung zu meistern – Defizite, die nur durch einige herausragende Führungspersönlichkeiten wettgemacht werden können.
Bei der neuen Sichtweise von Führung in lernenden (sich weiterentwickelnden) Organisationen sind Führungskräfte Designer und Lehrer. Sie sind verantwortlich für den Aufbau von Oranisationen, deren Mitglieder ihre Fähigkeit kontinuierlich ausweiten, um komplexe Zusammenhänge zu begreifen, ihre Vision zu klären und ihre gemeinsamen mentalen Modelle zu verbessern und diesen Geist den Mitarbeitern und Teams zur Verfügung zu stellen- das heißt, die Führungskräfte sind für das Lernen in der Organisation verantwortlich.

Die elementaren Disziplinen der lernenden Organisation

1.Systemdenken

Gemeint ist ein Lernen, die gesamte Geschäftswelt und andere menschliche Unternehmungen als Systeme zu betrachten, die zueinander in Wechselwirkung stehen.
Bei Problemen besteht die Neigung, kurzsichtige und kurzfristige Lösungen anzustreben, und dadurch„ große Lösungen„ hintanzustellen, meistens, um schnelle, hohe Gewinne im Unternehmen zu realisieren. Es fehlen die langfristigen Strategien in Unternehmen.

2. Personal Masters ( Selbstführung, Persönlichkeitsentwicklung)

Es gilt, die persönliche Vision des eigenen Lebens kontinuierlich zu klären und zu vertiefen, diese Vision mit den Zielen und Werten des Unternehmens in Verbindung zu bringen. Nur wenige Organisationen fördern das persönliche Wachstum ihrer Mitglieder ( ungenutzte Ressourcen ).
Andererseits arbeiten überhaupt wenige Erwachsene konsequent an ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Personal Mastery geht über Fachwissen und Sachkompetenz hinaus, um nicht in einer Entscheidungsfalle zu landen.

Parallelität von der Vision (was wir wollen ) und einem klaren Bild der gegenwärtigen Realität (wo wir sind, gemessen an dem, was wir wollen ) erzeugt die kreative Spannung, die es zu erhalten gilt.

3. Mentale Modelle

Früher schien die„ Moral des Marktes“ zu fordern, daß man sich in der Geschäftswelt an niedrigere moralische Standards hielt als in anderen Lebensbereichen, aber im Hinblick auf die globale Krise sollte die Frage neu gestellt werden, ob man grundsätzlich zwingend die höheren Werte des Lebens gegen die Gewinnmaximierung eintauschen muß. Auf lange Sicht gesehen, könnte der wirtschaftliche Erfolg um so größer sein, je stärker wir unser Handeln an den höheren Werten des Lebens ausrichten ( ganzheitliche Betrachtung, Systemdenken ).

4. Eine gemeinsame Vision entwickeln

Eine wichtige Erfolgsstrategie für Unternehmen ist es, eine gemeinsame Zukunftsvision zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Langfristig erfolgreiche Unternehmen sind in der Lage, ihre Ziele, Wertvorstellungen und Botschaften an ihre Kunden weiterzugeben und sie bei ihnen fest zu verankern. Wenn in einem Unternehmen eine echte Vision vorhanden ist, wachsen die Menschen über sich hinaus: sie lernen aus eigenem Antrieb und sind kreativ.

5. Teamlernen
Die Übertragung der geistigen Lerninhalte in die materiellen Abläufe der Organisation erfolgt über die Teams. Die Effizienz dieser praktischen Umsetzung wird sich aus dem „Ausgerichtetsein“ des Teams ergeben. Das wesentliche Merkmal eines gut ausgrichteten Teams ist die Optimierung von Energie (Synergie). Das Team verfolgt einen gemeinsamen Zweck, eine gemeinsame Vision, und weiß, wie es sich in seinen Anstrengungen gegenseitig ergänzen kann. Das Teamlernen ist der Prozeß, durch den ein Team seine Fähigkeiten, die angestrebten Tiele zu erreichen, kontinuierlich ausrichtet und erweitert. Wenn ganze Teams lernen, werden sie zu einem Mikrokosmos für das Lernen in der ganzen Organisation. Eine NLP-Weiterbildung unterstützt das Teamlernen in effektiver Form.

Umsetzungswege

Zur Umsetzung der Idee einer lernenden Organisation benötigen die Mitarbeiter zum einen ein spezielles Wissen über Kommunikation und weiterhin eine eigene emotionale Flexibilität, um ihr Verhalten mit sozialer und situativer Sicherheit selbst steuern zu können. Selbsterkenntnisfähigkeit, Selbstkontrolle, Selbstfürsorge, Kommunikationsfähigkeit, Konflikt- und Verhaltensmanagement werden die herausragenden Fähigkeiten der zukünftigen Arbeitswelt sein. NLP Trainings/Firmenseminare bieten hierzu effektive Werkzeuge, die praktisch umsetzbar sind und die Soft-Skills schulen.
Aus: „ Die fünfte Disziplin „ von Peter Senge.

Coaching und Psychotherapie müssen klar abgegrenzt werden

Da die Grenzen zwischen Coaching und Psychotherapie unklar definiert sind, verunsichert dies viele, die im Bereich psychologischer Beratung tätig sind. Das deutsche Heilpraktikergesetz sieht empfindliche Strafen vor, wenn die therapeutische Tätigkeit ohne Therapieberechtigung ausgeübt wird. Der folgende Artikel möchte den Sachverhalt aufklären.

Coaching ist eine Form der Beratung für Personen mit Managementaufgaben (Führungskräfte, Freiberufler) sowie auch in privaten Angelegenheiten der allgemeinen Lebensgestaltung. 

In einer Kombination aus individueller, unterstützender Problembewältigung und persönlicher Beratung und Begleitung hilft der Coach als neutraler Feedbackgeber. Als Prozessberater forciert der Coach die systematische Aufarbeitung von Problemursachen, er unterstützt den Klienten dabei, eigene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

Ein Grundziel des Coachings ist die Hilfe zur Selbsthilfe und die Förderung von Verantwortung, Bewusstsein und Selbstreflexionsvermögen. Coaching kann helfen, wenn Probleme akut werden (bzw. geworden sind) und nicht – oder nur schwer – alleine gelöst werden können. Der Coach ist ein diskreter Berater, unterliegt keinen Interessen Dritter und ist kein Therapeut. Weitere Information finden Sie unter Coaching bei NLP-Trainings Tille.

Psychotherapie ist die Behandlung von psychischen Störungen mit Krankheitswert, dazu zählen unter anderem Depressionen, Ängste, Essstörungen, Zwänge, Sexualstörungen oder psychosomatische Erkrankungen. Auch werden psychotherapeutische Maßnahmen immer häufiger als Ergänzung zu medizinischer Behandlung eingesetzt, so etwa bei Schmerzzuständen oder schweren körperlichen Erkrankungen z.B. Tumorerkrankungen (Psychoonkologie).

Wörtlich übersetzt bedeutet Psychotherapie „Behandlung der Seele“ bzw. Behandlung von seelischen Problemen. Mit psychologischen Methoden wie psychotherapeutischen Gesprächen, Entspannungsverfahren oder kognitiven Methoden werden Störungen des Denkens, Handelns und Erlebens identifiziert und therapiert. Psychotherapie ist eine gezielte Behandlung einer psychischen Krankheit.

Ziel der Psychotherapie ist die Linderung bzw. Heilung der Krankheitssymptome. Eine Grundvoraussetzung für psychotherapeutische Behandlung ist die Diagnose einer psychischen Erkrankung sowie die Einsichtsfähigkeit und der Leidensdruck des Patienten.

Abgrenzungsschwierigkeiten: In der Realität sind diese beiden Erscheinungsformen menschlicher Problemkonstellationen nicht immer exakt zu trennen; es existiert eine nebulöse Grauzone; z.B. ist momentane eine Flugangst zwar unangenehm aber etwas durchaus Nachvollziehbares („Normales“). Eine chronische Angsterkrankung in Form einer Phobie vor dem Fliegen jedoch eine Erkrankung lt. der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (F 40).

Genauso schwierig ist die Abgrenzung „schlechter Stimmungslagen“. Handelt es sich und eine Depression oder einfach eine Form mangelnden Selbstwertes, unerfüllter Lebenswünsche, Versagungen des Alltags?

Ähnlich bei Stressphänomenen, Überlastung, Mobbing, Eheproblemen etc. Wann ist eine Reaktion noch „gesund, wann krank? Die Abgrenzung und Klassifikation solcher Phänomene braucht diagnostische Grundkenntnisse und therapeutische Erfahrung.

Einerseits sollte keine Klient vorschnell „pathologisiert“ werden, andererseits eine behandlungsbedürftige Symptomatik auch nicht übersehen werden, damit der Betroffene zu einem ausgebildeten Therapeuten weitergeleitet werden kann. Je eher eine professionelle Behandlung beginnen kann, desto einfacher und schneller ist ein therapeutischer Erfolg wahrscheinlich.

Problemstellung:Da in Deutschland therapeutische Tätigkeit nur den staatlich berechtigten Therapeuten (Ärzten, Psychotherapeuten, Heilpraktikern) erlaubt ist, macht sich jeder Bürger strafbar, der gegen das Therapiegesetz verstößt .

Wer, ohne zur Ausübung des ärztlichen Berufs berechtigt zu sein und ohne eine Erlaubnis nach § 1 Heilpraktikergesetz zu besitzen, die Heilkunde ausübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Sogar die Feststellung (Diagnose) einer Erkrankung fällt lt. Gesetzgeber schon in den Bereich therapeutischen Handelns. Unkenntnis schützt auch hier nicht vor Strafe. Um dagegen geschützt zu sein, ist es allen in der psychologischen Beratung Tätigen (z.B. Coaches) anzuraten, die Erlaubnis zu Psychotherapie zu erwerben.

Dies geschieht durch eine staatliche Überprüfung nach dem Heilpraktikergesetz.Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Heilpraktiker Psychotherapie Ausbildung – Prüfungsvorbereitung auf NLP Trainings Tille.

Auf diese Weise verfügt der Coach über psychopathologische Grundkenntnisse, kann die Gefahren psychischer Symptome besser einordnen und klarer entscheiden, ob Coaching oder Psychotherapie indiziert ist.

Je nach eigenem Ausbildungsstand kann der Coach dann als Heilpraktiker für Psychotherapie anhand der von ihm erstellten Diagnose entscheiden, ob er seinen Klienten selbst psychotherapeutisch weiter behandelt oder bei speziellen Störungsbildern wie z.B. Sucht, psychischem Trauma an einen anderen Psychotherapeuten in diesem Fall Sucht- bzw. Traumatherapeuten weiterleitet.

Autor: Bernhard Tille, DVNLP-Lehrtrainer, Lehrcoach und Lehrtherapeut, Heilpraktiker für Psychotherapie.

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