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Monatsarchive: Dezember 2007

Männergesundheit ab 50

Speziell bei der Generation der über 50-jährigen Männer häufen sich die gesundheitlichen Risikofaktoren aufgrund der genetisch bedingten organischen Veränderungsprozesse, verstärkt durch die nach wie vor hohen alltäglichen Anforderungen im Beruf wie im Bereich der Partnerschaft.

Nur jeder 5. Mann nutzt lt. einer statistischen Erhebung die Möglichkeiten zu Vorsorgeuntersuchungen. Wesentliche gesundheitliche Faktoren bestehen in der nachlassenden Produktion des Geschlechtshormons Testosteron, Prostatavergrößerungen, erektiler Dysfunktion durch Libidoverlust, Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, Herz-Kreislaufproblemen.

Erhöhter Genussmittelkonsum, falsche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsarmut zählen zu den verhaltensbedingten Risikofaktoren, die die Entstehung von chronischen Erkrankungen fördern. Nicht nur medizinische Maßnahmen und Verhaltensveränderungen für ein körperliches Anti-Aging sind allein Ausschlag gebend für die Bewältigung der Überschreitung der Lebensmitte.

Zusätzlich muß die Erkenntnis psychisch bewältigt werden, daß die Mittellinie des Lebens unwiederbringlich hinter einem liegt. Die berühmte Midlife-Crisis führt Männer häufig in eine Sinnkrise, da das bisherige Leben meist in überwiegenden Anteilen der beruflichen Erfolgsorientierung und der Schaffung materieller Sicherheit galt.

Die meisten Männer werden von den Umwälzungen der Lebensmitte überrascht. Theoretisch weiß zwar jeder, daß der Lebensherbst begonnen hat, das Gefühl von Verlust ist jedoch emotional nicht ohne weiteres zu verkraften.

Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung der Männer von 73,5 Jahren stellt sich die Frage, was in den Mittelpunkt des Lebens rücken soll, um der verbleibenden Lebenszeit ein Lebensgefühl und eine Lebensqualität zu geben.

In dem neuen Lebensabschnitt gilt es, die eigenen Perspektiven, Ziele und Werte neu zu definieren, da das Älter werden nicht mit den selben Strategien bewältigt werden kann, wie die davor liegenden Jahrzehnte.

Schon der psychotherapeutische Arzt C.G. Jung erkannte 1930 den erhöhten Aspekt der Frage nach der Wesentlichkeit des Seins ab der Lebensmitte und empfahl, sich mit den bisher verdrängten Anteilen der Person sowie der Tatsache von Tod und Vergänglichkeit auseinanderzusetzen, um nicht in einer Altersdepression zu landen.

Da Männer aufgrund ihrer gesellschaftlichen Rolle häufig nicht gelernt haben über ihre Gefühle und inneren Prozesse zu sprechen, fällt es vielen schwer, sich gegenüber diesen neuen Herausforderungen zu öffnen. Es ist hilfreich in dieser Zeit der Lebensumstellung punktuell auch Hilfe in Form eines Coachings in Anspruch zu nehmen, um rational wie emotional Wege zu entwickeln, die Ressourcen zur Bewältigung zu aktivieren, anstatt in Rückzug und Verzweiflung zu landen.

Seelische Ursachen für Rückenschmerzen bei der Therapie beachten

Wenn Menschen ungelöste innere Konflikte haben oder chronisch unter Stress stehen, führt der psychische Druck im Laufe der Zeit zu stärkerer muskulärer Körperspannung. Diese Verspannung führt innerhalb von Monaten zu Fehlhaltungen, die wiederum weitere Verspannungen in anderen Körperbereichen auslösen können,

z.B. durch eine permanente Anspannung im Bereich der Halswirbelsäule kommt es zu einseitigen Belastungen, die von der Muskulatur im Bereich der Bust- oder Lendenwirbelsäule als Versuch des Ausgleichs übernommen werden. So wandert ein Symptom von dem ursprünglichen Ort im Körper weiter und dehnt sich nach und nach aus.

Zusätzlich zu den orthopädischen, osteopathischen und krankengymnastischen Therapiemöglichkeiten bei Rückenproblemen empfiehlt es sich, ein Entspannungsverfahren wie z.B. das autogene Training oder die Muskelrelaxation nach Jacobsen zu erlernen, das im Alltag gut eingesetzt werden kann. Entspannungsübungen sollten, um eine therapeutische Wirksamkeit zu erreichen, über Monate täglich mehrfach einige Minuten aktiv ausgeführt werden. Weiterhin ist es hilfreich, ergänzend die Fähigkeit zur Körperwahrnehmung zu schulen, da viele Menschen durch die alltägliche Routine verlernt haben, auf den eigenen Körper und die Körpersignale zu achten. Durch Wahrnehmungsübungen, die eine stärkere Bewusstheit für Körperabläufe ermöglichen, sind Stress-Situationen und der damit verbundene erhöhte Muskeltonus erkenn- und abänderbar. Für die Bearbeitung starker psychischer Konflikte empfiehlt es sich, gegebenenfalls auch psychotherapeutische Hilfe bei einem Fachtherapeuten für Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, wenn der Konflikt aus eigener Kraft nicht lösbar ist.

Die Behandlung des chronische Müdigkeitssyndroms (CFS)

Viele Menschen leiden unter chronischer Müdigkeit und körperlicher Abgeschlagenheit. Das chronische Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome, CFS) zeigt sich in unspezifischen Symptomen wie Kopf- und Muskelschmerzen, Konzentration- und Gedächtnisstörungen, herabgesetzter Belastbarkeit und starker Erschöpfung.

Diese Krankheit ist selten und kann nur über Ausschlussdiagnostik abgesichert werden, da viele der Symptome auch bei vielen anderen Erkrankungen auftauchen.

Ernsthafte Krankheiten müssen differentialdiagnostisch ausgeschlossen werden, z.B. Schilddrüsenüber- und -unterfunktion, beginnender Diabetes, beginnende Tumorerkrankungen, verengte Herzkranzgefäße, Leberentzündung auf Grund von Hepatitis A oder B, Morbus Parkinson, Multiple Sklerosechronische Lungenleiden, Depressionen, Angststörungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Schlafstörungen, Vitaminmangel.

Da wissenschaftlich abgesicherte Hintergründe des Chronischen Müdigkeitssyndroms bisher nicht bekannt sind, fehlt es auch an einer allgemeinen Therapie. Empfohlen werden naturheilkundliche Methoden wie z.B. eine das Immunsystem aufbauende und entgiftende Immuntherapie, Ernährungsumstellung, Psychotherapie, Physio- und Schmerztherapie. Im Vordergrund steht bei der Behandlung des Chronischen Müdigkeitssyndroms die individuelle Vorgehensweise.

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