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Monatsarchive: Juli 2008

Die Volkskrankheit Schlafstörung braucht eine sorgfältige Differentialdiagnose

Da Schlafstörungen vielfältige Ursachen haben können, ist es wichtig zu Beginn einer Behandlung eine sorgfältige Differentialdiagnostik sicherzustellen. Hintergrund einer Schlafstörung können sein:

A) Organische Ursachen können z.B. sein Schmerzerkrankungen, Aufmerksamkeitsdefizitstörungen (ADHS), Schilddrüsenüberfunktion, Abhängigkeit von Alkohol und Drogen, Medikamentennebenwirkungen, Herzerkrankungen, Erkrankungen der Atmungsorgane, Schnarchen mit Schlafapnoe, Durchblutungsstörungen, Symptome im Klimakterium wie z.B. Hitzwallungen sowie Begleiterscheinungen bei Tinnitus-Erkrankung. Ein seltene Form organisch-genetischer Ursache ist die Nakolepsie (starker Schlafdrang am Tage)

B) B Nichtorganische (psychische) Ursachen z.B. manisch-depressive Erkrankungen, psychogene Störungen in Form von Angsterkrankungen, Neurostress, Belastungsreaktionen, psychische Traumatisierung, leichtere Depressionen.

In der Internationalen Klassifikation von Gesundheitlichen Störungen werden grob unterteilt folgende Formen unterschieden:

• Ein- und Durchschlafstörung (Insomnie),
• Tagesschläfrigkeit (Hypersomnie)
• sogenannten Parasomnien z.B. Schlafwandeln Somnambulismus) sowie Alpträume mit Aufschrecken (Pavor Nocturnus)
• Schlafstörungen bei Jet Lag sowie Schichtarbeit (zirkadiane Störungen)

Zusätzlich ist zu beachten, daß in bestimmten Lebensphasen z.B. bei Säuglingen, Jugendlichen und älteren Menschen entwicklungsbedingte Schlafabweichungen zu beachten sind.

Häufig werden Schlafstörungen mit Benzodiazepin-Tranquillizern behandelt. Dabei ist jedoch die Gefahr einer Benzodiazepin-Abhängigkeit gegeben, wenn die Medikation über längere Zeit ( 6 Wochen bis 3 Monate) durchgeführt wird. Es können auch beruhigende Antidepressiva eingesetzt werden, die nich abhängig machen. Besser jedoch ist, hinsichtlich unerwünschter Nebenwirkungen, der Einsatz von pflanzlichen Sedativa wie z.B. Hopfen und Baldrian, speziell bei Kindern.

Unabdingbar ist, die ursächliche Erkrankung, die zu Schlafstörungen führt zu erkennen und entsprechend zu behandeln.

Zusätzlich sollten bestimmte Verhaltensweisen, die der Schlafförderung dienen eingehalten werden:
• Entspannungstechniken wie z.B. Autogenes Training oder Muskelrelaxation nach Jacobsen,
• Vermeidung von schwerverdaulichen Gerichten nach 18.00 Uhr
• dafür lieber einen Abendspaziergang oder moderate sportliche Betätigung,
• Einschränkung von Kaffe- und Alkoholgenuss,
• kühle und abgedunkelte Schlafräume
• körperverträgliche Schlafkleidung.

Zusätzlich können Betroffene z.B. durch Seminare in einer Schlafschule alles betreffend des Themas Schlaf, Schlafstörungen und der richtigen Schlafplatzumgebung lernen, um die medizinische Behandlung optimal zu unterstützen..

EFT – Technik der Emotionalen Freiheit®

Das von Gary Craig entwickelte EFT ist eine der am weitesten verbreiteten Methoden der sogenannten Energetischen Psychologie. EFT, aus dem englischen „Emotional Freedom Techniques“, stellt eine schnelle und effektive Methode zur Linderung und Behandlung von Stress und psychischen Störungen durch Stimulation von Akupressurpunkten (Tsubos) dar. Als psychologische Form der Klopf-Akupressur ist es leicht zu erlernen und wird sowohl in der Psychotherapie als auch in der Selbsthilfe eingesetzt.

EFT arbeitet, im Unterschied zu klassischen psychotherapeutischen Methoden (wie Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie), mit dem Energiesystem des menschlichen Körpers, wie es z.B. auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Kinesiologie, der Methode EMDR therapeutisch genutzt wird. Dabei verknüpft EFT Techniken und Anregungen aus der Akupressur, dem NLP und weiteren psychotherapeutischen Konzepte.

EFT wurde vor allem für die Behandlung von Ängsten und traumatischen Erfahrungen entwickelt und wird zunehmend als Ergänzung zu den klassischen Psychotherapieverfahren eingesetzt. Oft hilft es auch bei körperlichen Problemen, wie z.B. Allergien.

Entwicklung:

Ausgehend von den Erfahrungen der klassischen chinesischen Akupunkturlehre kombinierte der amerikanische Psychotherapeut Roger Callahan die Stimmulation bestimmter Meridianpunkte auf der Hautoberfläche mit psychotherapeutischen Techniken und entwickelte so ein enorm effektives Methodeninventar in der Behandlung von belastenden Emotionen und Körperreaktionen.

Diese Methode, von Callahan TFT („Thought Field Therapy“) genannt, wurde von anderen Psychotherapeuten und Beratern aufgegriffen und weiter entwickelt (Fred Gallo: „EDxTM“, Lambrou & Pratt: „Emotionales Selbstmanagement“ und insbesondere Gary Craig: „Emotional Freedom Techniques“). In Deutschland ebenfalls bekannt ist die Abwandlung der Technik durch einen deutschen Psychotherapeuten namens Rainer Franke zu den „Meridian Energietherapien (MET nach Franke©).

Bei allen diesen Techniken werden spezielle Akupressur-Punkte auf der Haut durch Massieren oder leichtes Klopfen mit den Fingerkuppen stimuliert, während sich der Klient auf belastende Symptome und Erfahrungen einstimmt, die zu lösen sind. Die Wirkung ist in der Regel eine deutlich spürbare Spannungsreduktion, die bis zur völligen Reaktionslöschung führen kann und auch oft führt. Gary Craig vereinfachte den Ablauf der Prozedur und verbreitete die Technik über Workshops und Seminare. Aufgrund seiner tiefgreifenden Wirksamkeit ist EFT inzwischen eines der weltweit am meisten eingesetzten Verfahren der psychologischen Klopfakupressur.

Hintergrund:
Die theoretische Basis der „Emotional Freedom Techniques“ ist die Annahme, dass innere Konflikte und belastende oder traumatische Erfahrungen als Störung im „Energiesystem“ des Körpers gespeichert bleiben. Dieses Energiesystem ist nach den Erkenntnissen der asiatischen Medizin unter anderem in Form von Meridianen organisiert, in denen die Lebensenergie („Qi“ oder „Gi“) zirkuliert. Ähnlich wie die moderne Hirnforschung zeigt, dass Erinnerungen nicht in einzelnen Zellen abgelegt werden, sondern durch organisierte Muster von zeitlich aufeinander abgestimmten Nervenimpulsen repräsentiert werden, geht EFT davon aus, dass Erfahrungen und ihre emotionale Bewertung durch komplexe Muster in diesem Energiesystem repräsentiert sind.

Wenn diese Erfahrungen den Organismus überlasten – und vor allem wenn die Bewältigung dieser Erfahrungen mit einem hohen Anteil an Dissoziation einhergeht – nehmen die gespeicherten Muster die Form einer Störung an. Sobald sich die betroffene Person an das auslösende Ereignis erinnert oder mit einer ähnlichen Situation konfrontiert wird, wird die energetische Störung wieder aktiv und die Person fühlt starke und belastende Emotionen (Angst, Wut, Trauer …).
Die Behandlung einer belastenden Emotion kann auf diesem theoretischen Hintergrund deutlich vereinfacht und effektiver gestaltet werden: Der Klient fokussiert sich auf die belastenden Gedanken, Emotionen und Körperreaktionen während er gleichzeitig einige sensible Punkte der 12 Hauptmeridiane an der Haut massiert oder mit den Fingerkuppen rythmisch klopft. Dadurch wird oft eine spürbare Spannungsreduktion bis hin zur völligen Löschung der belastenden Emotion innerhalb weniger „Durchgänge“ erreicht.

EFT zeigt sich seit Jahren sehr erfolgreich in der Selbsthilfe bei ganz unterschiedlichen Themen und wird besonders in den Händen eines erfahrenen Berater oder Therapeuten zu einem ungemein effektiven Werkzeug persönlicher Freiheit und Weiterentwicklung.

Anwendungsgebiete:
Obwohl die medizinische und psychologische Forschung zu EFT erst begonnen hat, zeigen sich bereits jetzt aufgrund von vielfältigen Erfahrungen und Anwendungsberichten einige besonders effektive Anwendungsgebiete:

• Ängste, Phobien, Panik;
• Prüfungsängste & Leistungsblockaden;
• Belastende Erinnerungen und Traumafolgen;
• Trauerbewältigung;
• Depressionen & andere emotionale Belastungen;
• Sucht & Abhängigkeit;
• und vieles mehr ….

Bei manchen dieser Themenfelder empfiehlt es sich, die Unterstützung eines ausgebildeten und erfahrenen Beraters oder Therapeuten in Anspruch zu nehmen.

Weitere Informationen und Ausbildung:

In Deutschland, Österreich und der Schweiz kümmert sich der Fachverband der EFT-Trainer/innen und -Anwender/innen EFT D.A.CH. e.V. (Bonn) um die qualifizierte Verbreitung und Weiterentwicklung von EFT.

Qualifizierte und fundierte Fort- und Weiterbildung in EFT finden Sie unter anderem bei den Darmstädter Seminaren für Psychotherapie, wo EFT für professionelle Anbieter und zur Selbsthilfe seit Jahren gelehrt wird. Diplom-Psychologe Gerald Stiehler, Gründer und Fachlicher Leiter der Darmstädter Seminare ist erfahrener Psychotherapeut und Gruppenleiter und hält seit Jahren regelmäßig Seminare und Workshops zu EFT und verwandten Themen. Er ist Gründungsmitglied des Fachverbandes der EFT-Trainer/innen und -Anwender/innen EFT D.A.CH. e.V. (Bonn) und im Fachverband als EFT-Ausbilder und Supervisor tätig.

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