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Monatsarchive: November 2008

Change Management Prozesse lösungsorientiert gestalten

Im Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen in Unternehmen können 2 Ebenen unterschieden werden:
1. Das Projektmanagement, welches die Sachfaktoren z.B. in der Vorbereitungs-, der Planungs-, der Durchführungs- sowie der Abschlussphase betrifft,
2. Das Change Management, welches den menschlichen Faktor berücksichtigt.

Bei Veränderungsprozessen sind für die Mitarbeiter eines Unternehmens häufig Autonomie, Selbstwert und daraus folgend die Handlungsfähigkeit in Frage gestellt. Es besteht die Gefahr von verdeckter Sabotage bis offenem Widerstand.
Umstrukturierungsprozesse bedürfen daher auch der Thematisierung der mit der Veränderung einhergehenden Unsicherheiten und Ängste der betroffenen Mitarbeiter.

Das 7-Phasen Modell der Bewältigung von Veränderung des Soziologen Levin bietet sich als hilfreiches Instrument an, Menschen im Bereich des Change Managements zu begleiten.

Phase 1: Schock
Die Veränderung wird erstmalig angekündigt, der Impuls für neues gegeben. Hintergründe und Notwendigkeit der Veränderung werden thematisiert. Dies führt häufig bei den Betroffenen zu dem Gefühl der Abnahme von Kompetenz. Wichtig ist in dieser Phase, daß dem nachvollziehbaren Betroffensein entsprechend Raum gegeben wird.

Phase 2: Verneinung
Die Betroffenen reagieren mit Ablehnung und Widerstand. In dieser Phase ist es wichtig, Handlungsszenarien durchzuspielen, Perspektivenwechsel zu ermöglichen, Wahrnehmungsverzerrungen aufzulösen. Hilfreich ist es, durch Anerkennung für vergangenen Leistungen der Abnahme von Kompetenzgefühlen entgegenzuwirken.

Phase 3: Einsicht
In dieser Phase beginnt die rationale Problemeinsicht der Betroffenen. Wichtig ist es, einen Zugang zur persönlichen Beteiligung herzustellen, die Einsichtsfähigkeit der Einzelnen zu hinterfragen. Es ist für den Prozess unterstützend, wenn mit der beginnenden rationalen Einsicht eine Hin-zu Motivation möglich wird.

Phase 4: Emotionale Akzeptanz
Hier sollte das Durchspielen von Katastrophenszenarien Raum haben, Verlustgefühle sollten gewürdigt werden, Abschiedsrituale angeboten werden. Die Geschehnisse werden aus diversen Blickwinkeln angeschaut. Diese Phase braucht ein verlangsamtes Tempo, da Emotionen angesprochen werden. Aktionismus ist hier fehl am Platz.

Phase 5: Ausprobieren
Es braucht hier das Klima, neue Ideen zu entwickeln zu können, eine motivierende Feedbackkultur. Der Gedanke von Versuch und Fehler als Kraft der Veränderung sollte bei allen Akzeptanz finden. Fehler sollten als Lernschritt gesehen werden. Die zarte Pflanze der Veränderung braucht aktive Umsetzer, damit das Neue sich bewähren kann.

Phase 6: Erkenntnis
Hier erfolgt die Klärung, was aus den ersten Erfolgen entsprechend Raum gegeben werden muss. Hilfreiche Erfahrungen sollten allen zur Kenntnis gebracht werden, so daß Positives generalisieren kann. Neue Kompetenzen und Ressourcen sollten verankert werden, damit Hoffnung und Zuversicht in den Veränderungsprozess verstärkt einfließt.

Phase 7: Integration
In dieser Phase steht im Vordergrund, die neuen Abläufe umfassend zu verstärken und sie im Alltag zu automatisieren. Die Veränderungsphase wird von allen offiziell abgeschlossen.

In machen englischsprachigen Darstellungen des Change Management Prozesses werden für die Veränderungsschritte vereinfacht 3 Stadien benannt:
Unfreezing = Auftauphase, moving = Bewegungsphase, refreezing = Einfriephase. Die Phasen nach Levin könnten folgendermaßen darauf bezogen werden: unfreezing = Phase 1-4, moving = Phase 4-7, refreezing = Phase 7.

Wichtig für die Organisatoren eines Umstrukturierungsprozesses ist es, zu beachten, wo sich die einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens hinsichtlich der Veränderungsphasen befinden, da dieses Modell nach Levin in der Realität unterschiedliche Schwankungen einzelnen Personen aufweisen kann. Es braucht sogenannte Multiplikationen des Veränderungsprozesses, die gruppenbezogen Verantwortung für das Change Management übernehmen. In der Regel ist es notwendig, daß psychologisch geschulte Coaches den Change Managementprozess begleiten. Eine NLP-Ausbildung liefert wertvolle Werkzeuge, zur Begleitung von Umstrukturierungsmaßnahmen.

Seminare, Schulungen zum Thema Organisation, Entwicklung und Strategie sowie betriebswirtschaftliche Beratung finden Sie unter Gudula Buzmann www.loesung-gb.de

Lerntechniken helfen bei Prüfungsvorbereitung

Das Neurolinguistische Programmieren (NLP) bietet in besonderer Weise Lerntechniken an, die die Nutzung aller Sinnessysteme integrieren. Die Vernetzung, die Speicherung, die Wiedererinnerbarkeit des Wissens wird effektiver.

Grundsätzlich ist festzuhalten: je mehr Sinne bzw. Gehirnareale aktiviert sind, desto besser.
Menschen haben unterschiedliche sinnesspezifische Vorlieben, Wissen aufzunehmen.

Der visuelle Lerner mag z.B. Mind-Maps, Bilder, Kartei-Kartensysteme; er muss Möglichkeiten finden, durch anschauen und beobachten sein Wissen zu vertiefen.

Der auditive Lerner kann sich Audio-Cassetten anhören oder auch selbst welche besprechen, um durch die eigene Stimme noch besser zu lernen.

Der kinästhetische Lerner braucht die Bewegung, die Aktion. Selbst Vortragen, Lerngruppen bilden; sogar beim Joggen lernt er besser. Das Wissen muss aktiv reproduziert werden.
Wichtig ist, die eigene Vorliebe zur Wissensaufnahme herauszufinden, damit wird Lernen effektiv.

Zeit und Lernen
Von wesentlicher Bedeutung ist es, die subjektiv beste Lernzeit zu ermitteln:
Welche Tageszeit, welche Dosis? Jeder Mensch ist anders. Dem Einen hilft die 20 Minuten-Dosis, dem Anderen das Powerwochenende Non-Stop-Lernen.

Lernen und Gefühle
Generell kann gesagt werden, daß ein Gehirn, welche positive Emotionen hat, besser Lernstoff aufnimmt, als ein Gehirn, daß von Sorgen, Ängsten und Minderwertigkeit geplagt ist. Deshalb ist eine positive Motivation beim Lernen unverzichtbar.

Optimale Lerntechniken und Motivationstraining finden Suchende im Bereich des NLP-Trainings. Im Neuro-Linguistischen Programmieren gibt es umfassende Angebote, sich auf Prüfungen vorzubereiten.

Bei dem Netzwerk Visuelles lernen finden Interessierte weitere Tipps zum Thema erfolgreiche Lernstrategien.

Lampenfieber bei Präsentationen bewältigen

Sie sind mit Sicherheit nicht alleine, wenn Sie unter zu großer Nervosität bei Präsentationen und Auftritten leiden. Viele erfahrene Redner kennen dies.
Wichtig ist es, Techniken zu kennen, mit diesen Angstphänomenen umzugehen.

Ein 1. Schritt ist es, zu konkretisieren, was genau Angst macht. Gegen die Angst zu kämpfen, zu versuchen, sie zu verdrängen, macht wenig Sinn, da sich die Angst in der Regel als stärker erweist. Sich gegen Ängste zu wehren, machen diese nur noch stärker.

Gehen Sie paradox vor: Lassen Sie die Angst zu Ihrem Verbündeten werden. Konkretisieren Sie die Angst: „Was genau könnte passieren? Was genau befürchte Ich?“ Vielleicht sogar: „Wovor möchte das Phänomen Angst mich schützen?“

Schon im Vorfeld der Rede, Präsentation ist es wichtig, die mentalen Strukturen zu erkennen, die hinderlich sind. Meist sind es Vorstellungen, die das Unterbewusstsein aus vergangenen Problemsituationen abgespeichert hat und in die aktuelle Situation überträgt.

Ein 2. Schritt besteht darin, den Einstieg, die ersten 5 Minuten, gut vorzubereiten, damit ein Gefühl von Sicherheit den Start begleitet. Wenn der Start gut gelingt, bekommt Ihr Gehirn positive Feedbacks und Sicherheit stellt sich automatisch ein. Wenn Sie Gelegenheit dazu haben, sprechen Sie mit einzelnen Zuhörern vor Beginn der Präsentation. Verspannungen lassen sich in einem lockeren Gespräch gut abbauen.

Ein 3. Schritt hilft, mit Atemübungen den Atemfluss zu kontrollieren, da bei Aufregung in der Regel der Atem hektisch wird und dies die Stimme nachteilig beeinflusst. Übungen z.B aus dem Yoga, der Muskelrelaxation nach Jakobsen können hierbei hilfreich sein. Probieren Sie aus, welche Technik am wirksamsten für Sie ist. Ruhiger Atem führt zu ruhiger Sprache.

Ein 4. Schritt bringt Entlastung, wenn Sie sich bewegen, anstatt starr hinter einem Pult zu verharren. Nehmen Sie den Raum in Besitz. Schauen Sie nach rechts und links, nehmen Sie Augenkontakt auf, besonders zu den Zuhörern, die freundliche Energien ausstrahlen. Das hilft Ihnen, selbst in einen guten Zustand zu kommen.

Ein 5 Schritt zur Sicherheit kann in der Zuhilfenahme geeigneter Medien bestehen. Selten hilft es, wenn ein Redner zahllose Zettel in den Händen hält. Das macht eher nervös. Lagern Sie die Theorie aus: Flip-Charts, Stellwände für Infos, Overhaed, Power-Point; es gibt viele Hilfen. Probieren Sie aus, welches Medium Ihnen am meisten liegt.

Manchmal, speziell bei starken Ängsten bei Reden und Präsentationen, ist es empfehlenswert, einen erfahrenen NLP-Coach oder Psychotherapeuten zu suchen, der über entsprechende Erfahrung verfügt, da eine Auflösung allein nicht möglich ist. Hier können Sie mit Videotraining nach und nach alle Techniken üben und die Sicherheit erlangen, die Sie sich wünschen.

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