Viele Prägeerlebnisse sind unter Mitwirkung von Familienangehörigen entstanden. Eine Einbeziehung dieser familiären Verbindungen ist notwendig, wenn die Ressourcenversorgung wie z.B. bei der Gesprächspsychotherapie nicht zum Erfolg führt.
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Die Familie als eine systemische Einheit zu akzeptieren heißt, mit der Familie so zu arbeiten, als wäre sie ein lebendiger Organismus, wobei jedes Mitglied ein essentieller Teil, eine Ressource und deswegen entscheidend für den Ausdruck und das Verhalten des ganzen systemischen Organismus ist. Eine Ausbildung in Familienstellen erweitert das therapeutische Konzept um wichtige Interventionsformen.
Hintergrund der systemischen Arbeit:
Menschen internalisieren alle Mitglieder ihrer Familie. Die Internalisierungen werden zu Teilpersönlichkeiten. Der Ort, wo wir bestimmte soziale Einheiten in unserem inneren sozialen Panorama sehen, zeigt die Beziehung, die wir zu diesen Teilen unserer Persönlichkeit haben.
Die Gefahr von systemischer Verstrickung und Identifikation mit dem Schicksal von Familienangehörigen kann auf das eigene Leben durchschlagen.
Diese psychotherapeutische Interventionstechnik kann für manche Menschen wie Wahrsagen von psychischen Hintergründen klingen, bedeutet jedoch in der psychotherapeutischen Arbeit eine seriöse Ausbildung als Voraussetzung sowie umfassende Erfahrungen im Bereich der Familientherapie.
Grundlegende Fragen:
* In welches soziale Panorama wurde ich hineingeboren?
* Durch wen oder was vollzog sich meine Prägung? Wie stehe/fühle ich heute zu diesen Personen?
* Welche schweren Schicksale (früher Tod, Trennung, Krankheit, Ausschlüsse) wirken in meinem Familiensystem?
Im Vordergrund der Familienaufstellungen steht die Suche nach dysfunktionalen Interaktionsmustern. Die Lösung bezieht sich auf eine Verbesserung der verinnerlichten Bilder (interne Repräsentation) der Familienmitglieder (auch zueinander) durch den Klienten.
Um diese Therapiemethode verantwortungsvoll anwenden zu können, bedarf es einer fundierten Ausbildung in Familienaufstellungen.
Organisations- und systemischen Strukturaufstellungen
Eine Erweiterung dieser Methode des Familienstellens hat sich unter dem Oberbegriff systemische Aufstellungen in der Form von Organisations- und systemischen Strukturaufstellungen herausgebildet. Abweichend von den Grundsätzen des Familienstellens werden eine Vielzahl von Begriffen, wie z.B. Ziele, Probleme, Blockaden, Ressourcen, Lösungen etc. durch Stellvertreter ersetzt, die dann in dem Energiefeld des gestellten Systems (Organisation, Team etc.) unter Anleitung eines systemischen Aufstellers miteinander interagieren.
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