Baden oder Sandburgen bauen- für Kinder im Urlaub das Schönste. Doch gerade am Meer und in den Bergen brennt die Sonne besonders heftig. Eine aktuelle Umfrage der AOK hat ergeben, dass fast jedes zweite Kind unter 15 Jahren schon mindestens einen Sonnenbrand hatte. Und jedes dritte Kind darf auch mittags, wenn die UV-Strahlung am intensivsten ist, am Strand spielen! Und 28% aller Eltern, die meinen, etwas vorgebräunt zu sein, benutzen im Urlaub gar keine Sonnencreme oder einen sehr niedrigen Lichtschutz.
Die Haut von Kindern und Jugendlichen braucht besonderen Schutz. Denn bis zum 18. Lebensjahr bekommen sie die Hälfte der Strahlendosis ab, die sie in ihrem ganzen Leben erhalten werden. Gleichzeitig ist die Kinderhaut dünner und empfindlicher, die Schutzmechanismen nicht voll ausgeprägt.
Sonnenbrände und Lichtschäden sind bis zum 18. Lebensjahr besonders gefährlich, sie erhöhen das Risiko für spätere Erkrankungen an Hautkrebs.
Das Schutzprogramm:
- Anziehen: Der beste Sonnenschutz ist die Kleidung. Deshalb beim Spiele immer T-Shirts drüberziehen- oder andere helle, leichte Kleidung. Dann müssen nur noch Gesicht, Hals und Beine eingecremt werden. Nasse Stoffe sind oft nicht strahlensicher, besser sind daher z.B. UV- Badeanzüge. Schuhe wie z.B. Espandrillos anziehen, da sie dem Fußrücken ausreichend Schutz gewähren. Auf keinen Fall Sandalen!
- Hut und Brille aufsetzen: Ohne Hut in der prallen Sonne sind ein Sonnenbrand auf dem Kopf und sogar ein Sonnenstich vorprogrammiert. Ein breitkrempiger Hut schützt am besten. Bei intensiver Sonne ist eine Sonnenbrille wichtig. Eine Brille mit gutem Schutz erkennt man am CE- Zeichen. Je dunkler die Gläser, desto besser der Blendschutz.
- Rechtzeitig Sonnenschutzpräparate auftragen: Gleich morgens Creme oder Lotion mit hohem LSF auftragen ( 20- 50 ). Die Filter brauchen etwa 30 Minuten, bis sie wirken. Ein wasserfestes Produkt wählen. Allein durch starkes Schwitzen läuft die Sonnencreme schnell davon. Kinder mögen lieber leichte Lotionen oder Sprays, ohne Duft. Zusätzlich kann man einen Lippenpflegestift mit hohem LSF benützen.
Etwa alle 2 Stunden sollten die Kinder nachgecremt werden.
- Babys und Kleinkinder nie in die Sonne: Babys und Kleinkinder gehören auf jeden Fall in den Schatten, z.B. unter einen ausreichend großen Sonnenschirm am Strand oder Pool und mit leichter, den Körper vollkommen bedeckender Kleidung plus Hut geschützt.
- Schutz im Schatten? Nur die Hälfte der Strahlen, die die Haut verbrennen können, werden direkt von der Sonne abgestrahlt. Die andere Hälfte wird reflektiert: vom blauen Himmel, vom Meer, vom Strand, vom Schnee, von Terrassenplatten oder von der Straße. Daher ist es wichtig, auch im Schatten aufzupassen.
- Siesta machen: Zwischen 12 und 15 Uhr raus aus der Sonne. Wer in dieser Zeit sich im Haus aufhält, vermindert das Risiko eines Sonnenbrandes um etwa 50 %. Anschließend für Spielplätze im Schatten sorgen.
- Mit gutem Beispiel vorangehen: Je selbstverständlicher der Sonnenschutz für die Eltern ist, desto weniger wird er von den Kindern in Frage gestellt.
- Babys und Kleinkinder nie in die Sonne: Babys und Kleinkinder gehören auf jeden Fall in den Schatten, z.B. unter einen ausreichend großen Sonnenschirm im Garten, am Strand oder Pool und mit leichter, den Körper vollkommen bedeckender Kleidung plus Hut geschützt
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