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Diagnose

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz

Generell ist eine Zunahme der Arbeitsunfähigkeit durch psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu verzeichnen.

Die Bundespsychotherapeutenkammer meldet, dass inzwischen über 10% der krankheitsbedingten Fehltage auf psychische Erkrankungen zurück gehen. Hier weiterlesen

Lebensmittelallergien richtig diagnostizieren und behandeln

Viele Menschen sind verunsichert, was sie überhaupt noch essen sollen. In allen Medien wird in den letzten Jahren viel über so genannte Lebensmittelallergien oder – Unverträglichkeiten berichtet.

Es herrscht Verwirrung darüber, ob Symptome, die nach dem Genuss von Nahrung auftreten, z.B. Blähungen, Völlegefühl oder Schmerzen, automatisch schon eine Unverträglichkeit bedeuten.
Der Gang zum Hausarzt bringt auch nicht immer eine Klärung der Situation, denn nur eine sorgfältige Erhebung der Krankenvorgeschichte und die Durchführung aussagekräftiger Tests führt in den meisten Fällen zu einem brauchbaren Diagnose- und Therapiekonzept.

Der häufigste Irrtum bezüglich dieses Themas besteht darin, jede Art von Unverträglichkeit als Allergie zu bezeichnen. Demnach geben etwa ein Drittel der Bevölkerung an, unter einer Lebensmittelallergie zu leiden. Sie subsummieren auch Enzymdefekte wie Laktoseintoleranz oder so genannte Pseudallergien wie die Histaminintoleranz einfach unter dem Begriff „Allergie“.

Echte Lebensmittelallergien:

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Gesundheit aus dem Jahr 2004 haben 3% der Erwachsenen und 4% der Kinder eine echte Lebensmittelallergie. Bei Kindern stehen vor allem die Kuhmilch, das Hühnereiweiß, Weizen und Soja im Mittelpunkt, während im Erwachsenenalter die pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien vorherrschen.
Man nennt diese Form der Allergie eine Allergie vom Soforttyp, die durch den so genannten spezifischen IgE- Antikörper ausgelöst wird. Innerhalb weniger Stunden kommt es zu Symptomen wie Hautjucken, Quaddeln, Juckreiz und Kribbeln der Mundschleimhaut, Atemnot, Fließschnupfen oder Erbrechen mit Durchfällen.
Schon kleinste Mengen können ausreichen, um Symptome auszulösen. Daher sollte man die auslösenden Lebensmittel genau kennen.
Der Allergologe bestimmt mit verschiedenen Methoden ( Prick- Test oder Bluttest auf IgE- Antikörper ) die Anzahl der vorliegenden Lebensmittelallergien; meistens werden auch Pollen-, Hausstaub- und Tierhaarallergien untersucht, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

Hauptauslöser von Lebensmittelunverträglichkeiten sind:
– Glutenhaltiges Getreide
– Krebstiere
– Eier
– Fisch
– Erdnüsse
– Soja
– Milch
– Nüsse
– Sellerie
– Senf
– Sesamsamen
– Sulfite
– Lupine
– Weichtiere
Im Rahmen der EU- Kennzeichnungsverordnung müssen diese Lebensmittel gekennzeichnet werden.
Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien

Hier besteht eine so genannte Kreuzreaktion von Pollen mit Lebensmitteln, z.B. leiden Birkenpollenallergiker häufig auch an einer Apfel- und Haselnussallergie.
Die häufigsten Symptome sind das Orale Allergiesyndrom mit Jucken und Kribbeln im Gesichts- und Mundbereich, Schwellung und Jucken der Ohren sowie Schluckstörungen.
Viele Allergene im Rahmen von pollenassoziierten Lebensmitteln sind allerdings hitzeempfindlich, sodass Reaktionen nur bei rohem Obst oder Gemüse auftreten.
Viele Betroffene reagieren ausschließlich während des Pollenfluges auf ihr Allergen. Aber auch Einflussfaktoren wie Stress, Infekte, hormonelle Umstellungsphasen können eine Allergie triggern.

Die Volkskrankheit Schlafstörung braucht eine sorgfältige Differentialdiagnose

Da Schlafstörungen vielfältige Ursachen haben können, ist es wichtig zu Beginn einer Behandlung eine sorgfältige Differentialdiagnostik sicherzustellen. Hintergrund einer Schlafstörung können sein:

A) Organische Ursachen können z.B. sein Schmerzerkrankungen, Aufmerksamkeitsdefizitstörungen (ADHS), Schilddrüsenüberfunktion, Abhängigkeit von Alkohol und Drogen, Medikamentennebenwirkungen, Herzerkrankungen, Erkrankungen der Atmungsorgane, Schnarchen mit Schlafapnoe, Durchblutungsstörungen, Symptome im Klimakterium wie z.B. Hitzwallungen sowie Begleiterscheinungen bei Tinnitus-Erkrankung. Ein seltene Form organisch-genetischer Ursache ist die Nakolepsie (starker Schlafdrang am Tage)

B) B Nichtorganische (psychische) Ursachen z.B. manisch-depressive Erkrankungen, psychogene Störungen in Form von Angsterkrankungen, Neurostress, Belastungsreaktionen, psychische Traumatisierung, leichtere Depressionen.

In der Internationalen Klassifikation von Gesundheitlichen Störungen werden grob unterteilt folgende Formen unterschieden:

• Ein- und Durchschlafstörung (Insomnie),
• Tagesschläfrigkeit (Hypersomnie)
• sogenannten Parasomnien z.B. Schlafwandeln Somnambulismus) sowie Alpträume mit Aufschrecken (Pavor Nocturnus)
• Schlafstörungen bei Jet Lag sowie Schichtarbeit (zirkadiane Störungen)

Zusätzlich ist zu beachten, daß in bestimmten Lebensphasen z.B. bei Säuglingen, Jugendlichen und älteren Menschen entwicklungsbedingte Schlafabweichungen zu beachten sind.

Häufig werden Schlafstörungen mit Benzodiazepin-Tranquillizern behandelt. Dabei ist jedoch die Gefahr einer Benzodiazepin-Abhängigkeit gegeben, wenn die Medikation über längere Zeit ( 6 Wochen bis 3 Monate) durchgeführt wird. Es können auch beruhigende Antidepressiva eingesetzt werden, die nich abhängig machen. Besser jedoch ist, hinsichtlich unerwünschter Nebenwirkungen, der Einsatz von pflanzlichen Sedativa wie z.B. Hopfen und Baldrian, speziell bei Kindern.

Unabdingbar ist, die ursächliche Erkrankung, die zu Schlafstörungen führt zu erkennen und entsprechend zu behandeln.

Zusätzlich sollten bestimmte Verhaltensweisen, die der Schlafförderung dienen eingehalten werden:
• Entspannungstechniken wie z.B. Autogenes Training oder Muskelrelaxation nach Jacobsen,
• Vermeidung von schwerverdaulichen Gerichten nach 18.00 Uhr
• dafür lieber einen Abendspaziergang oder moderate sportliche Betätigung,
• Einschränkung von Kaffe- und Alkoholgenuss,
• kühle und abgedunkelte Schlafräume
• körperverträgliche Schlafkleidung.

Zusätzlich können Betroffene z.B. durch Seminare in einer Schlafschule alles betreffend des Themas Schlaf, Schlafstörungen und der richtigen Schlafplatzumgebung lernen, um die medizinische Behandlung optimal zu unterstützen..

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