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Neurosen erkennen und behandeln

Der Begriff Neurose bzw. neurotisch wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig unscharf verwendet. Dieser Artikel möchte einen Überblick geben, was in medizinischer Hinsicht unter einer Neurose verstanden wird. Hier weiterlesen

Lebensmittelallergien richtig diagnostizieren und behandeln

Viele Menschen sind verunsichert, was sie überhaupt noch essen sollen. In allen Medien wird in den letzten Jahren viel über so genannte Lebensmittelallergien oder – Unverträglichkeiten berichtet.

Es herrscht Verwirrung darüber, ob Symptome, die nach dem Genuss von Nahrung auftreten, z.B. Blähungen, Völlegefühl oder Schmerzen, automatisch schon eine Unverträglichkeit bedeuten.
Der Gang zum Hausarzt bringt auch nicht immer eine Klärung der Situation, denn nur eine sorgfältige Erhebung der Krankenvorgeschichte und die Durchführung aussagekräftiger Tests führt in den meisten Fällen zu einem brauchbaren Diagnose- und Therapiekonzept.

Der häufigste Irrtum bezüglich dieses Themas besteht darin, jede Art von Unverträglichkeit als Allergie zu bezeichnen. Demnach geben etwa ein Drittel der Bevölkerung an, unter einer Lebensmittelallergie zu leiden. Sie subsummieren auch Enzymdefekte wie Laktoseintoleranz oder so genannte Pseudallergien wie die Histaminintoleranz einfach unter dem Begriff „Allergie“.

Echte Lebensmittelallergien:

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Gesundheit aus dem Jahr 2004 haben 3% der Erwachsenen und 4% der Kinder eine echte Lebensmittelallergie. Bei Kindern stehen vor allem die Kuhmilch, das Hühnereiweiß, Weizen und Soja im Mittelpunkt, während im Erwachsenenalter die pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien vorherrschen.
Man nennt diese Form der Allergie eine Allergie vom Soforttyp, die durch den so genannten spezifischen IgE- Antikörper ausgelöst wird. Innerhalb weniger Stunden kommt es zu Symptomen wie Hautjucken, Quaddeln, Juckreiz und Kribbeln der Mundschleimhaut, Atemnot, Fließschnupfen oder Erbrechen mit Durchfällen.
Schon kleinste Mengen können ausreichen, um Symptome auszulösen. Daher sollte man die auslösenden Lebensmittel genau kennen.
Der Allergologe bestimmt mit verschiedenen Methoden ( Prick- Test oder Bluttest auf IgE- Antikörper ) die Anzahl der vorliegenden Lebensmittelallergien; meistens werden auch Pollen-, Hausstaub- und Tierhaarallergien untersucht, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

Hauptauslöser von Lebensmittelunverträglichkeiten sind:
– Glutenhaltiges Getreide
– Krebstiere
– Eier
– Fisch
– Erdnüsse
– Soja
– Milch
– Nüsse
– Sellerie
– Senf
– Sesamsamen
– Sulfite
– Lupine
– Weichtiere
Im Rahmen der EU- Kennzeichnungsverordnung müssen diese Lebensmittel gekennzeichnet werden.
Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien

Hier besteht eine so genannte Kreuzreaktion von Pollen mit Lebensmitteln, z.B. leiden Birkenpollenallergiker häufig auch an einer Apfel- und Haselnussallergie.
Die häufigsten Symptome sind das Orale Allergiesyndrom mit Jucken und Kribbeln im Gesichts- und Mundbereich, Schwellung und Jucken der Ohren sowie Schluckstörungen.
Viele Allergene im Rahmen von pollenassoziierten Lebensmitteln sind allerdings hitzeempfindlich, sodass Reaktionen nur bei rohem Obst oder Gemüse auftreten.
Viele Betroffene reagieren ausschließlich während des Pollenfluges auf ihr Allergen. Aber auch Einflussfaktoren wie Stress, Infekte, hormonelle Umstellungsphasen können eine Allergie triggern.

Grippesymptome frühzeitig erkennen und behandeln

Vorsicht vor der echten Grippe- Influenza! Alljährlich kommt es in den Wintermonaten in manchen Regionen Mitteleuropas zu Epidemien der echten Virusgrippe.

Diese Epidemien treten meistens regional begrenzt auf, betreffen dann allerdings Menschen aller Altersklassen. Eine Influenza ist eine sehr schwer verlaufende Infektionskrankheit mit Komplikationen wie Lungenentzündung, Mittelohr- oder Nebenhöhlenentzündung und schwere Herz-Kreislaufbelastung. Daher werden in der Regel im Herbst Menschen über 60 Jahre und chronisch Kranke mit der „ Grippespritze „ geimpft. Auch chronisch kranken Kindern wird die Grippeimpfung von der STIKO ( ständige Impfkomission ) empfohlen.

Seit einigen Jahren steht ein neues Medikament zur Verfügung, was innerhalb der ersten 48 Stunden nach Ausbruch der Virusgrippe mit großem Erfolg angewendet werden kann: TAMIFLU®.
Die Wirkung ist allerdings nur dann gewährleistet, wenn die Diagnose frühzeitig gestellt wird. Daher sollten Sie die wichtigsten Symptome dieser Erkrankung kennen, die sich deutlich von einer banalen Erkältung unterscheiden:

1. Die Erkrankung beginnt schlagartig innerhalb 1-2 Stunden!
2. Es kommt zu hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl mit Abgeschlagenheit
3. Das Allgemeinbefinden ist von einem Moment zum anderen erheblich beeinträchtigt
4. Schweißausbrüche und Schüttelfrost sind dabei
5. Es kann zu starken Gliederschmerzen und Kopfschmerzen kommen
6. Halsschmerzen und Gliederschmerzen treten meist etwas später auf

Wenn diese Symptome bei Ihnen oder einem Angehörigen auftreten dann setzen Sie sich schnellstmöglich mit einem Arzt, Notarzt oder eine Krankenhausambulanz in Verbindung, damit die Diagnose bestätigt wird und eine Behandlung mit TAMIFLU beginnen kann.
Das Medikament wird über 5 Tage 2x täglich gegeben und ist bereits für Kinder ab dem ersten Lebensjahr zugelassen.

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