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Therapie

Was leisten homöopathische Arzneimittel in der Praxis?

In neueren deutschen Studien, z.B. Allensbach- Studie Homöopathie 2009 oder in Veröffentlichungen des DZVHAE ( Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte ) zeigt sich ganz deutlich, dass sowohl niedergelassene Ärzte vermehrt homöopathische Arzneimittel verschreiben als auch die Patienten diese immer mehr nachfragen. Hier weiterlesen

Burn-Out Prävention

Unter den erhöhten Anforderungen in der Berufswelt  kommt es, speziell auch bei Führungskräften, immer häufiger zu Erschöpfungsphänomenen. Der Begriff Burn-Out ist in der heutigen Zeit zu einer allgemein bekannten Vokabel geworden. Hier weiterlesen

Mit Homöopathie chronische Krankheiten behandeln

Die klassische Homöopathie bietet vor allem chronisch kranken Kindern und Erwachsenen eine Alternative oder auch sinnvolle Ergänzung zur konventionellen schulmedizinischen Behandlung. Diese Behandlungsmethode lässt sich besonders in eine Heilpraktikerpraxis sehr gut integrieren. Hier weiterlesen

Lebensmittelallergien richtig diagnostizieren und behandeln

Viele Menschen sind verunsichert, was sie überhaupt noch essen sollen. In allen Medien wird in den letzten Jahren viel über so genannte Lebensmittelallergien oder – Unverträglichkeiten berichtet.

Es herrscht Verwirrung darüber, ob Symptome, die nach dem Genuss von Nahrung auftreten, z.B. Blähungen, Völlegefühl oder Schmerzen, automatisch schon eine Unverträglichkeit bedeuten.
Der Gang zum Hausarzt bringt auch nicht immer eine Klärung der Situation, denn nur eine sorgfältige Erhebung der Krankenvorgeschichte und die Durchführung aussagekräftiger Tests führt in den meisten Fällen zu einem brauchbaren Diagnose- und Therapiekonzept.

Der häufigste Irrtum bezüglich dieses Themas besteht darin, jede Art von Unverträglichkeit als Allergie zu bezeichnen. Demnach geben etwa ein Drittel der Bevölkerung an, unter einer Lebensmittelallergie zu leiden. Sie subsummieren auch Enzymdefekte wie Laktoseintoleranz oder so genannte Pseudallergien wie die Histaminintoleranz einfach unter dem Begriff „Allergie“.

Echte Lebensmittelallergien:

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Gesundheit aus dem Jahr 2004 haben 3% der Erwachsenen und 4% der Kinder eine echte Lebensmittelallergie. Bei Kindern stehen vor allem die Kuhmilch, das Hühnereiweiß, Weizen und Soja im Mittelpunkt, während im Erwachsenenalter die pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien vorherrschen.
Man nennt diese Form der Allergie eine Allergie vom Soforttyp, die durch den so genannten spezifischen IgE- Antikörper ausgelöst wird. Innerhalb weniger Stunden kommt es zu Symptomen wie Hautjucken, Quaddeln, Juckreiz und Kribbeln der Mundschleimhaut, Atemnot, Fließschnupfen oder Erbrechen mit Durchfällen.
Schon kleinste Mengen können ausreichen, um Symptome auszulösen. Daher sollte man die auslösenden Lebensmittel genau kennen.
Der Allergologe bestimmt mit verschiedenen Methoden ( Prick- Test oder Bluttest auf IgE- Antikörper ) die Anzahl der vorliegenden Lebensmittelallergien; meistens werden auch Pollen-, Hausstaub- und Tierhaarallergien untersucht, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

Hauptauslöser von Lebensmittelunverträglichkeiten sind:
– Glutenhaltiges Getreide
– Krebstiere
– Eier
– Fisch
– Erdnüsse
– Soja
– Milch
– Nüsse
– Sellerie
– Senf
– Sesamsamen
– Sulfite
– Lupine
– Weichtiere
Im Rahmen der EU- Kennzeichnungsverordnung müssen diese Lebensmittel gekennzeichnet werden.
Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien

Hier besteht eine so genannte Kreuzreaktion von Pollen mit Lebensmitteln, z.B. leiden Birkenpollenallergiker häufig auch an einer Apfel- und Haselnussallergie.
Die häufigsten Symptome sind das Orale Allergiesyndrom mit Jucken und Kribbeln im Gesichts- und Mundbereich, Schwellung und Jucken der Ohren sowie Schluckstörungen.
Viele Allergene im Rahmen von pollenassoziierten Lebensmitteln sind allerdings hitzeempfindlich, sodass Reaktionen nur bei rohem Obst oder Gemüse auftreten.
Viele Betroffene reagieren ausschließlich während des Pollenfluges auf ihr Allergen. Aber auch Einflussfaktoren wie Stress, Infekte, hormonelle Umstellungsphasen können eine Allergie triggern.

Behandlungsmaßnahmen gegen Cellulite (Orangenhaut)

Die Cellulite oder Orangenhaut findet man fast nur bei Frauen. Voraussetzung für das Auftreten der Cellulite ist in den meisten Fällen eine erbliche Bindegewebsschwäche. Aber das ist es nicht allein.

Übergewicht und hormonelle Umstellungphasen bei Frauen begünstigen das Auftreten manchmal schon in relativ jungen Lebensjahren.
Der besondere anatomische Aufbau der Haut, die Anordnung der bindegewebigen Kollagenfasern und die verstärkte Einlagerung von Fett und Wasser ins Unterhautgewebe sind typisch für den weiblichen Körper.

Daraus ergeben sich aber auch schon Therapieansätze:
Das, was Frauen auf jeden Fall selbst beeinflussen können ( und es leider oft genug nicht tun), sind eine gesunde fett- und kohlenhydratarme Ernährung und Ausdauersport mit gezieltem Muskeltraining. Weiter wichtig ist natürlich der Verzicht auf Nikotin.
Bei leichter Cellulite erzielen Wechselduschen und Massagen gute Erfolge. Hier ist aber Konsequenz gefragt. Jeden Morgen vor der Dusche bringt eine Kurzmassage mit einem Sisalhandschuh den Organismus auf Trab. Danach geht´s ab unter die Dusche. Je drei Kalt- und Warmdurchgänge regen die Durchblutung an. Nach der Dusche werden die betroffenen Stellen mit einem ätherischen Öl massiert: Welche Öle dafür in Frage kommen, das kann Ihnen ein guter Apotheker sagen. Außerdem gibt es im Handel Anleitungen für die Selbstmassage und Entstauung der Lymphe an den Beinen. Selbsthilfe ist am preiswertesten und nachhaltigsten.
Ein bis zweimal pro Woche sollten Sie sich eine Spezialpflege gönnen. Genießen Sie für 20 Minuten ein entschlackendes Meersalzbad. Lassen Sie hierfür das Wasser nicht zu heiß in die Wanne, das belastet zusätzlich zum Salz den Kreislauf zu sehr. Für ein Dufterlebnis eignet sich besonders Orangenöl oder Zypresse. Diese ätherischen Öle erfrischen den Geist und straffen den Körper. Nach dem Wannenbad tragen Sie auf Po, Oberschenkel, Hüfte und Bauch eine Anti-Cellulite-Algenmaske auf. Umwickeln Sie nun Ihre Leibesmitte straff mit Frischhaltefolie. Hüllen Sie sich zusätzlich in ein warmes Badetuch und lassen Sie die Maske 45 Minuten wirken. Am besten, Sie legen sich ins Bett, denn Wärme fördert den Effekt. Danach waschen Sie die Packung mit Wechselduschen ab und massieren sich.

Professionelle Hilfe
In schwierigen Fällen ist professionelle Hilfe angesagt. Hier ist es sinnvoll, sich bei Dermatologen, die sich auf ästhetische Behandlung spezialisiert und oft ein Institut an ihre Praxis angeschlossen haben, zu erkundigen. Wichtig ist immer, die Angebote und die Preise zu vergleichen.

Seelische Ursachen für Rückenschmerzen bei der Therapie beachten

Wenn Menschen ungelöste innere Konflikte haben oder chronisch unter Stress stehen, führt der psychische Druck im Laufe der Zeit zu stärkerer muskulärer Körperspannung. Diese Verspannung führt innerhalb von Monaten zu Fehlhaltungen, die wiederum weitere Verspannungen in anderen Körperbereichen auslösen können,

z.B. durch eine permanente Anspannung im Bereich der Halswirbelsäule kommt es zu einseitigen Belastungen, die von der Muskulatur im Bereich der Bust- oder Lendenwirbelsäule als Versuch des Ausgleichs übernommen werden. So wandert ein Symptom von dem ursprünglichen Ort im Körper weiter und dehnt sich nach und nach aus.

Zusätzlich zu den orthopädischen, osteopathischen und krankengymnastischen Therapiemöglichkeiten bei Rückenproblemen empfiehlt es sich, ein Entspannungsverfahren wie z.B. das autogene Training oder die Muskelrelaxation nach Jacobsen zu erlernen, das im Alltag gut eingesetzt werden kann. Entspannungsübungen sollten, um eine therapeutische Wirksamkeit zu erreichen, über Monate täglich mehrfach einige Minuten aktiv ausgeführt werden. Weiterhin ist es hilfreich, ergänzend die Fähigkeit zur Körperwahrnehmung zu schulen, da viele Menschen durch die alltägliche Routine verlernt haben, auf den eigenen Körper und die Körpersignale zu achten. Durch Wahrnehmungsübungen, die eine stärkere Bewusstheit für Körperabläufe ermöglichen, sind Stress-Situationen und der damit verbundene erhöhte Muskeltonus erkenn- und abänderbar. Für die Bearbeitung starker psychischer Konflikte empfiehlt es sich, gegebenenfalls auch psychotherapeutische Hilfe bei einem Fachtherapeuten für Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, wenn der Konflikt aus eigener Kraft nicht lösbar ist.

Die Behandlung des chronische Müdigkeitssyndroms (CFS)

Viele Menschen leiden unter chronischer Müdigkeit und körperlicher Abgeschlagenheit. Das chronische Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome, CFS) zeigt sich in unspezifischen Symptomen wie Kopf- und Muskelschmerzen, Konzentration- und Gedächtnisstörungen, herabgesetzter Belastbarkeit und starker Erschöpfung.

Diese Krankheit ist selten und kann nur über Ausschlussdiagnostik abgesichert werden, da viele der Symptome auch bei vielen anderen Erkrankungen auftauchen.

Ernsthafte Krankheiten müssen differentialdiagnostisch ausgeschlossen werden, z.B. Schilddrüsenüber- und -unterfunktion, beginnender Diabetes, beginnende Tumorerkrankungen, verengte Herzkranzgefäße, Leberentzündung auf Grund von Hepatitis A oder B, Morbus Parkinson, Multiple Sklerosechronische Lungenleiden, Depressionen, Angststörungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Schlafstörungen, Vitaminmangel.

Da wissenschaftlich abgesicherte Hintergründe des Chronischen Müdigkeitssyndroms bisher nicht bekannt sind, fehlt es auch an einer allgemeinen Therapie. Empfohlen werden naturheilkundliche Methoden wie z.B. eine das Immunsystem aufbauende und entgiftende Immuntherapie, Ernährungsumstellung, Psychotherapie, Physio- und Schmerztherapie. Im Vordergrund steht bei der Behandlung des Chronischen Müdigkeitssyndroms die individuelle Vorgehensweise.

Depressive Erkrankungen nehmen bedenklich zu

Depressionen sind die psychische Erkrankungsform mit den aktuell stärksten Zuwachsraten im Bereich psychischer Erkrankungen. Oft beginnen sie unmerklich, mit ganz „normalen“ Erschöpfungszuständen, leichter Verstimmtheit. Depressionen können jeden Menschen in jedem Lebensalter treffen.

Bei frühzeitiger Erkennung kann die Chronifizierung verhindert werden und es bestehen gute Heilungsmöglichkeiten, sogar bei schweren Verlaufsformen. Speziell wegen der hohen Selbsttötungsrate depressiver Menschen ist es wichtig, diese Erkrankung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. In schweren Fällen muss eine stationäre Therapie in Anspruch genommen werden.

So erkennt man eine Depression

• Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, erhöhte Ermüdbarkeit

• dauerhaft gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit, auch durch freudige Ereignisse keine Stimmungsaufhellung

• negative und pessimistische Zukunftsperspektiven

• Unfähigkeit, Gefühle zu empfinden (Gefühl der Gefühllosigkeit)

• Ein- und Durchschlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen begleitet von intensivem Grübeln (Grübelzwang

• körperliche Beschwerden, wie Kopf-, Magen- oder Rückenschmerzen

• Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme

• Libidoverlust

• Antriebslosigkeit, Aktivitätseinschränkung und Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen.

• Schuldgefühle, Gefühle von Wertlosigkeit

• Suizidgedanken

Die gedrückte Stimmung ändert sich von Tag zu Tag wenig, kann aber charakteristische Tagesschwankungen (Morgentief – Abendtief) aufweisen.

So wird eine Depression behandelt

a) medikamentös: Eine Vielzahl von Medikamenten steht zur Behandlung der schweren Formen von Depressionen zur Verfügung. An erster Stelle sind hier die Antidepressiva zu nennen, die auch bei längerer Einnahme nicht abhängig machen. Je nach Präparat stehen unterschiedliche Wirkungen im Vordergrund: Dämpfung im Sinne von Antriebsminderung, Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung.

Antidepressiva sollen die den Depressionen zugrunde liegenden Stoffwechselstörungen im Gehirn positiv beeinflussen. Ein Nachteil besteht darin, dass sie zum Teil verzögert ( bis 3 Wochen) ihre Wirkung entfalten. Antidepressiva in Form von Phasenprophylaktika (Verhinderung von Rückfällen) müssen regelmäßig über Monate bis Jahre eingenommen werden um Rückfälle zu vermeiden.

Schließlich sind noch pflanzliche Präparate aus Johanniskraut zu erwähnen, die jedoch nur in hoch dosierter Form bei leichten depressiven Verstimmungen empfohlen werden.

b) psychotherapeutische Methoden: Tiefenpsychologisch orientierte Verfahren Therapien nehmen unbewältigte traumatische Ereignisse in der Kindheit als Ursache von Depressionen an und versuchen diese aufzuarbeiten. Die Verhaltenstherapie versucht, gemeinsam mit dem Therapeuten konkrete Lösungsmöglichkeiten für die Bewältigung der aktuellen Probleme zu entwickeln und depressive Gedanken (kognitive Umstrukturierung) aufzulösen. Nach akuten Phasen der schweren Depressionen ist eher die Verhaltenstherapie angezeigt, um schnellstmöglich Motivation und Aktivität zu stärken. Auch der Heilpraktiker Psychotherapie kann bei leichten depressiven Erkrankungen Hilfe anbieten.

c) zusätzliche Hilfsmaßnahmen: Bewegung wirkt antidepressiv. Regelmäßiger Sport hilft viel für ein besseres Lebensgefühl. Durch die Bewegung werden körpereigene Botenstoffe ausgeschüttet, die sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Auch die Unterstützung durch Angehörige ist eine wichtige Sache. Es hilft nicht, den Erkrankten mit Äußerungen wie „Reiß Dich zusammen“ oder „Das wird schon wieder“ anzusprechen. Wichtig ist es jedoch Mut zu machen und Hoffnung auf eine Heilung zu geben. Doch durch die richtige Psychotherapie kann die leichte Form der Depression nachweislich sehr gut behandelt und in vielen Fällen geheilt werden. Ein depressiver Patienten braucht das Gefühl, daß jemand für ihn da ist und Unterstützung bei kleinen alltäglichen Unternehmungen, die aus der Isolation herausführen.

Weitere Informationen zum Thema unter Burn-Out und Depressionen.

Coaching und Psychotherapie müssen klar abgegrenzt werden

Da die Grenzen zwischen Coaching und Psychotherapie unklar definiert sind, verunsichert dies viele, die im Bereich psychologischer Beratung tätig sind. Das deutsche Heilpraktikergesetz sieht empfindliche Strafen vor, wenn die therapeutische Tätigkeit ohne Therapieberechtigung ausgeübt wird. Der folgende Artikel möchte den Sachverhalt aufklären.

Coaching ist eine Form der Beratung für Personen mit Managementaufgaben (Führungskräfte, Freiberufler) sowie auch in privaten Angelegenheiten der allgemeinen Lebensgestaltung. 

In einer Kombination aus individueller, unterstützender Problembewältigung und persönlicher Beratung und Begleitung hilft der Coach als neutraler Feedbackgeber. Als Prozessberater forciert der Coach die systematische Aufarbeitung von Problemursachen, er unterstützt den Klienten dabei, eigene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

Ein Grundziel des Coachings ist die Hilfe zur Selbsthilfe und die Förderung von Verantwortung, Bewusstsein und Selbstreflexionsvermögen. Coaching kann helfen, wenn Probleme akut werden (bzw. geworden sind) und nicht – oder nur schwer – alleine gelöst werden können. Der Coach ist ein diskreter Berater, unterliegt keinen Interessen Dritter und ist kein Therapeut. Weitere Information finden Sie unter Coaching bei NLP-Trainings Tille.

Psychotherapie ist die Behandlung von psychischen Störungen mit Krankheitswert, dazu zählen unter anderem Depressionen, Ängste, Essstörungen, Zwänge, Sexualstörungen oder psychosomatische Erkrankungen. Auch werden psychotherapeutische Maßnahmen immer häufiger als Ergänzung zu medizinischer Behandlung eingesetzt, so etwa bei Schmerzzuständen oder schweren körperlichen Erkrankungen z.B. Tumorerkrankungen (Psychoonkologie).

Wörtlich übersetzt bedeutet Psychotherapie „Behandlung der Seele“ bzw. Behandlung von seelischen Problemen. Mit psychologischen Methoden wie psychotherapeutischen Gesprächen, Entspannungsverfahren oder kognitiven Methoden werden Störungen des Denkens, Handelns und Erlebens identifiziert und therapiert. Psychotherapie ist eine gezielte Behandlung einer psychischen Krankheit.

Ziel der Psychotherapie ist die Linderung bzw. Heilung der Krankheitssymptome. Eine Grundvoraussetzung für psychotherapeutische Behandlung ist die Diagnose einer psychischen Erkrankung sowie die Einsichtsfähigkeit und der Leidensdruck des Patienten.

Abgrenzungsschwierigkeiten: In der Realität sind diese beiden Erscheinungsformen menschlicher Problemkonstellationen nicht immer exakt zu trennen; es existiert eine nebulöse Grauzone; z.B. ist momentane eine Flugangst zwar unangenehm aber etwas durchaus Nachvollziehbares („Normales“). Eine chronische Angsterkrankung in Form einer Phobie vor dem Fliegen jedoch eine Erkrankung lt. der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (F 40).

Genauso schwierig ist die Abgrenzung „schlechter Stimmungslagen“. Handelt es sich und eine Depression oder einfach eine Form mangelnden Selbstwertes, unerfüllter Lebenswünsche, Versagungen des Alltags?

Ähnlich bei Stressphänomenen, Überlastung, Mobbing, Eheproblemen etc. Wann ist eine Reaktion noch „gesund, wann krank? Die Abgrenzung und Klassifikation solcher Phänomene braucht diagnostische Grundkenntnisse und therapeutische Erfahrung.

Einerseits sollte keine Klient vorschnell „pathologisiert“ werden, andererseits eine behandlungsbedürftige Symptomatik auch nicht übersehen werden, damit der Betroffene zu einem ausgebildeten Therapeuten weitergeleitet werden kann. Je eher eine professionelle Behandlung beginnen kann, desto einfacher und schneller ist ein therapeutischer Erfolg wahrscheinlich.

Problemstellung:Da in Deutschland therapeutische Tätigkeit nur den staatlich berechtigten Therapeuten (Ärzten, Psychotherapeuten, Heilpraktikern) erlaubt ist, macht sich jeder Bürger strafbar, der gegen das Therapiegesetz verstößt .

Wer, ohne zur Ausübung des ärztlichen Berufs berechtigt zu sein und ohne eine Erlaubnis nach § 1 Heilpraktikergesetz zu besitzen, die Heilkunde ausübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Sogar die Feststellung (Diagnose) einer Erkrankung fällt lt. Gesetzgeber schon in den Bereich therapeutischen Handelns. Unkenntnis schützt auch hier nicht vor Strafe. Um dagegen geschützt zu sein, ist es allen in der psychologischen Beratung Tätigen (z.B. Coaches) anzuraten, die Erlaubnis zu Psychotherapie zu erwerben.

Dies geschieht durch eine staatliche Überprüfung nach dem Heilpraktikergesetz.Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Heilpraktiker Psychotherapie Ausbildung – Prüfungsvorbereitung auf NLP Trainings Tille.

Auf diese Weise verfügt der Coach über psychopathologische Grundkenntnisse, kann die Gefahren psychischer Symptome besser einordnen und klarer entscheiden, ob Coaching oder Psychotherapie indiziert ist.

Je nach eigenem Ausbildungsstand kann der Coach dann als Heilpraktiker für Psychotherapie anhand der von ihm erstellten Diagnose entscheiden, ob er seinen Klienten selbst psychotherapeutisch weiter behandelt oder bei speziellen Störungsbildern wie z.B. Sucht, psychischem Trauma an einen anderen Psychotherapeuten in diesem Fall Sucht- bzw. Traumatherapeuten weiterleitet.

Autor: Bernhard Tille, DVNLP-Lehrtrainer, Lehrcoach und Lehrtherapeut, Heilpraktiker für Psychotherapie.

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