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Männergesundheit ab 50

Speziell bei der Generation der über 50-jährigen Männer häufen sich die gesundheitlichen Risikofaktoren aufgrund der genetisch bedingten organischen Veränderungsprozesse, verstärkt durch die nach wie vor hohen alltäglichen Anforderungen im Beruf wie im Bereich der Partnerschaft.

Nur jeder 5. Mann nutzt lt. einer statistischen Erhebung die Möglichkeiten zu Vorsorgeuntersuchungen. Wesentliche gesundheitliche Faktoren bestehen in der nachlassenden Produktion des Geschlechtshormons Testosteron, Prostatavergrößerungen, erektiler Dysfunktion durch Libidoverlust, Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, Herz-Kreislaufproblemen.

Erhöhter Genussmittelkonsum, falsche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsarmut zählen zu den verhaltensbedingten Risikofaktoren, die die Entstehung von chronischen Erkrankungen fördern. Nicht nur medizinische Maßnahmen und Verhaltensveränderungen für ein körperliches Anti-Aging sind allein Ausschlag gebend für die Bewältigung der Überschreitung der Lebensmitte.

Zusätzlich muß die Erkenntnis psychisch bewältigt werden, daß die Mittellinie des Lebens unwiederbringlich hinter einem liegt. Die berühmte Midlife-Crisis führt Männer häufig in eine Sinnkrise, da das bisherige Leben meist in überwiegenden Anteilen der beruflichen Erfolgsorientierung und der Schaffung materieller Sicherheit galt.

Die meisten Männer werden von den Umwälzungen der Lebensmitte überrascht. Theoretisch weiß zwar jeder, daß der Lebensherbst begonnen hat, das Gefühl von Verlust ist jedoch emotional nicht ohne weiteres zu verkraften.

Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung der Männer von 73,5 Jahren stellt sich die Frage, was in den Mittelpunkt des Lebens rücken soll, um der verbleibenden Lebenszeit ein Lebensgefühl und eine Lebensqualität zu geben.

In dem neuen Lebensabschnitt gilt es, die eigenen Perspektiven, Ziele und Werte neu zu definieren, da das Älter werden nicht mit den selben Strategien bewältigt werden kann, wie die davor liegenden Jahrzehnte.

Schon der psychotherapeutische Arzt C.G. Jung erkannte 1930 den erhöhten Aspekt der Frage nach der Wesentlichkeit des Seins ab der Lebensmitte und empfahl, sich mit den bisher verdrängten Anteilen der Person sowie der Tatsache von Tod und Vergänglichkeit auseinanderzusetzen, um nicht in einer Altersdepression zu landen.

Da Männer aufgrund ihrer gesellschaftlichen Rolle häufig nicht gelernt haben über ihre Gefühle und inneren Prozesse zu sprechen, fällt es vielen schwer, sich gegenüber diesen neuen Herausforderungen zu öffnen. Es ist hilfreich in dieser Zeit der Lebensumstellung punktuell auch Hilfe in Form eines Coachings in Anspruch zu nehmen, um rational wie emotional Wege zu entwickeln, die Ressourcen zur Bewältigung zu aktivieren, anstatt in Rückzug und Verzweiflung zu landen.