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Wie kann eine Massenpanik entstehen bzw. verhindert werden

Das Entstehen einer Massenpanik ist erst mal unabhängig davon, ob eine reale Gefahr gegeben ist oder eine solche Gefahr nur angenommen wird. Eine räumliche Enge in Verbindung mit der Empfindung, dass kein Fluchtweg offen steht, führt zu der Wahrnehmung von Bedrohung und ist in der Regel Voraussetzung für eine Massenpanik.

Auslöser kann z.B. sein, dass in einer größeren Menschenmenge etwas Unerwartetes bzw. Bedrohliches geschieht (z.B. eine Person stolpert, jemand schreit).

Die erste Reaktion der Beteiligten, nach dem sozusagen die Panikstimmung im Kopf entstanden ist, besteht darin, dass eine natürliche Tendenz entsteht, sich Freiraum zu verschaffen. Leider kann dies zu Kettenreaktionen führen, speziell wenn mehrere Personen gleichzeitig diesem Impuls folgen; es entsteht immer mehr Platzmangel/Enge und die Panik breitet sich aus.

Jetzt entstehen durch die unkontrollierten Bewegungskräfte ganz reale Gefahren, z.B. Quetschverletzungen im Brustbereich zu erleiden, und die Eskalation der Situation wird nahezu unvermeidbar.

Verstärker: Bei einer solchen Paniksituation werden gehäuft Stresshormone ausgeschüttet, was dazu führt, dass die Betroffenen vermindert Zugang zu ihren rationalen Kontrollzentren haben. Menschen verlieren in diesem Zustand auch vermehrt die Möglichkeit zu sozial verantwortlichem Verhalten, da der Verstand nahezu ausgeschaltet ist. Der Genuss von Alkohol oder anderen Drogen unterstützt diesen Effekt.

Eskalation: Der menschliche Körper kann in einem Panikzustand ungeahnte Energien freisetzen. Da die rationalen Gehirnbereiche nicht mehr zugänglich sind, ist eine angemessene soziale und sinnvolle Lösung kaum noch möglich.

Animalische Reaktionsmechanismen treten in den Vordergrund; im Extremfall trampeln Menschen wie eine Vieherde über am Boden Liegende hinweg. Wenn diese Eskalationsstufe erreicht ist, entwickelt die Menschenmenge eine eigene Dynamik, die von Aussen, z.B. über Anweisungen durch Mikrophone, dann nicht mehr steuerbar ist.

Vorbeugung: Entscheidend zur Vermeidung von einer Massenpanik sind Präventivmassnahmen. Bei Großveranstaltungen ist daher immer zu berücksichtigen, dass durch bestimmte Phänomene, die eine Enge oder Bedrohung darstellen können z.B. zu wenig oder ungeeigneteFlutwege, enge Auf- und Abgänge, Treppen die erhöhte Gefahr einer Massenpanik gegeben ist.

Unabdingbar ist daher, immer genügend Fluchtwege zur Verfügung zu stellen und die Menschenströme örtlich so zu lenken, dass es zu keinen räumlichen Engpässen kommen kann.

Genauso wichtig ist, dass sich alle Menschen, die an Großveranstaltungen teilnehmen, vorher über diese Massen-Phänomene informieren und auf diese Weise rechtzeitg ein eigenes Gefühl entwickeln können, bevor die Stimmung kippt und eine Panik entsteht.