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Immuntraining im Winter

Die kalte, dunkle und nasse Jahreszeit hat uns auch dieses Jahr wieder eingeholt; unser Immunsystem ist nun ganz besonders stark gefordert. Mit einer gezielten Immuntherapie kann das Immunsystem sehr gut unterstützt werden, um den Körper gegenüber vielfältigen bakteriellen und viralen Infektionsgefahren abwehrfähiger zu machen.

Viren und Bakterien können sich auf den geschwächten Schleimhäuten der oberen Atemwege schnell ausbreiten und die Abwehrbarriere leicht durchdringen. Hier ist vor allem Vorbeugung angesagt, denn ein richtiger grippaler Infekt raubt Kraft, Zeit, Energie und Nerven.

Auch im Alltag können immununterstützende Maßnahmen sehr einfach in den Tagesablauf eingefügt werden. Am besten ist, wenn man sich ein kleines Programm zur Abwehrstärkung zurechtlegt und es dann möglichst mehrmals pro Woche durchführt, denn nur dann hat es einen Sinn.

-    Regelmäßige einfache sportliche Betätigung (Einheiten von etwa 30 Minuten) mehrfach in der Woche können Infekte verhindern und in ihrem Verlauf deutlich abschwächen; das haben sportmedizinische Untersuchungen schon häufig nachgewiesen. Dabei ist es bei entsprechender Kleidung besonders effektiv, den Wechsel von warmen Räumen und kalten Außentemperaturen zu nutzen, sich also vor allem im Freien sportlich zu aktivieren.

-    Unsere Abwehrzellen und die Schleimhäute brauchen einen gut funktionierenden Blutkreislauf und ein aktives Lymphsystem. Die Empfindlichkeit für Kälte, Nässe, Viren und Bakterien lässt bei regelmäßigen Wasseranwendungen deutlich nach. Kneipp- Anwendungen können mit wenig Aufwand zuhause durchgeführt werden. Im Internet finden Sie unter „Kneippanwendungen zuhause“ interessante Anregungen.

-    Ernährung Ernähren Sie sich im Säure- Basen- Gleichgewicht, der Anteil von basen- und säurebildenden Nahrungsmitteln sollte 80: 20 betragen. Achten Sie gerade im Winter auf einen täglichen Frischkostanteil ( Salat, Rohkost und Obst ).

-    Vermeiden Sie Stress, Rauchen und Alkohol, denn diese Faktoren belasten unser Immunsystem übermäßig, indem sie zusätzlich den Schlaf – Wach- Rhythmus und die Ausschüttung von Botenstoffen im Gehirn durcheinanderbringen können. Ein ausgewogener Tagesablauf, genug Schlaf und einfach mal innehalten, meditieren oder Yoga machen kann sehr entlastend sein.

-    Winterdepression: Die Winterdepression macht sich oft schon ab Ende Oktober bemerkbar, wenn die Tage kürzer werden und die aufgenommene Lichtmenge über das Tageslicht reduziert ist. Als Symptome treten auf: Antriebsverlust, Freudlosigkeit und eine niedergedrückte Stimmung. Manche Menschen berichten auch über eine Einschränkung ihrer geistigen Leistungsfähigkeit. Eine einfache Maßnahme gegen die depressive Verstimmung ist das regelmäßige Spazierengehen an frischer Luft, auf diese Weise kann jeder sein Defizit an Tageslicht selbst ausgleichen. Etwa 1 Stunde täglich ist sehr wirksam. Auch die Lichtlampe, eine medizinische Lampe, die das Tageslicht imitiert, kann eine lohnende Anschaffung sein.

Gesund und fit durch den Winter- Selbsthilfe ist die beste Hilfe. Letztlich ist es wichtig, sich klar zu machen, dass auch die „ dunkle“ Jahreszeit viele helle, sonnige Tage hat, und dass es nicht darum geht, diese Zeit irgendwie hinter sich zu bringen bis zum nächsten Frühling. Auch der Herbst und der Winter ist ein Teil unseres Lebens, also wertvolle Lebenszeit, die sich besonders gut dafür anbietet, innezuhalten, ein gutes Buch zu lesen und sich wieder mehr mit der Familie und guten Freunden zu verbinden. Ein aktives Immuntraining schafft für das Gesundbleiben im Winter die besten Voraussetzungen.