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Ressourcenorientierte Erziehung als wichtige Voraussetzung zur Lebensbewältigung

Im Bereich der Psychotherapie und des Coachings tauchen immer wieder Problemstellungen auf, die ihre Wurzeln in längst vergangenen Prägesituationen, teilweise bis zurück in die Kindheit, haben. Diese Bearbeitung früherer (verdrängter) ungelöster Lebenserfahrungen erweist sich teilweise als langer und steiniger Weg, da die „problematische Programmierung“ tief in das Unbewusste eingedrungen ist.

Viel einfacher wäre es, diese Gefahr von Fehlprogrammierungen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Erwachsene können Kinder unterstützen, Fähigkeiten zur Lebensbewältigung zu entwickeln. Auch wenn die Eltern dazu nicht in der Lage sein sollten, hilft es immens, wenn andere Ressource-Personen ( lebenstüchtig, mitfühlend ) sozusagen als positive Modelle zur Verfügung stehen.

Jedes Kind brauchen Liebe und Zuneigung um ein starkes Ich ausprägen zu können. Je nach Entwicklungsstufe brauchen Kinder mehr oder weniger Körperkontakt, wollen schmusen oder umarmt werden. Auf der Basis dieses innigen Vertrauensverhältnisses bekommt das Kind mehrmals täglich Aufmerksamkeit und Sicherheit. Wie die jüngsten Forschungen zeigen, reichen dafür nur wenige Minuten täglich. Aus den Handlungsweisen und Einstellungen der Eltern bilden Kinder sich ihre eigenen Überzeugungen und Wertvorstellungen. So beginnen sie ihre Reise in die Erwachsenenwelt. Wenn Sie Ihrem Kind aufrichtig interessiert zuhören und mit ihm reden, fühlt sich das Kind beachtet. Das ist “wertvolle Zeit” und die ist gut investiert! Die Grundlagen werden in den ersten sechs Lebensjahren gelegt. Aber auch danach gibt es noch viele Möglichkeiten die psychischen Kräfte und Bewältigungsfähigkeiten zu stärken.

Klare Regeln geben Kindern Orientierung. Regeln müssen verständlich sein und für die gesamte Familie gelten. Das Wichtigste daran ist, dass diese Regeln befolgt werden.
Bei Kritik ist zu beachten, daß nur die Verhaltensebene und nie die Identitätsebene angesprochen wird (Du bist….). Kinder haben dann das Gefühl, auch noch geliebt zu werden, wenn die Eltern mit bestimmten Verhaltensweisen unzufrieden sind.

Das Kind muss seine Grenzen ausloten dürfen, nur so kann eine gesunde Entwicklung stattfinden. Mit der Ausweitung der Grenzen gewinnt das Kind an Selbstvertrauen. Je weniger Eltern ihren Kindern zutrauen, desto ängstlicher werden diese, reagieren übervorsichtig, trauen sich nichts zu.

Der Perfektionsanspruch vieler Eltern, in allen Erziehungsfragen unbedingt immer alles richtig machen zu müssen, kann geradezu zwanghaft wirken. Wer erzieht, macht zwangsläufig Fehler. Und wer sich von dem Gedanken verabschiedet, unfehlbar sein zu müssen, wird in der Erziehung bestimmt mehr Freude für sich und für seine Kinder entdecken können. Wer sich selbst und anderen Fehler zugesteht, wird entspannter und gelöster mit Problemen umgehen und diese kreativer und konstruktiver lösen können.

Familienkonferenzen.
Für viele Familien hat es sich bewährt, ab einem gewissen Alter der Kinder, sogenannte Familienkonferenzen einzuführen. Auch um manchen Konflikten und Streitpunkten von vorne herein aus dem Weg zu gehen.
Als Themen für Konferenzen eignen sich alle Punkte, die die Familie beschäftigen, sei es die Verteilung der häuslichen Arbeiten, die Höhe des Taschengeldes, das Erledigen von Hausaufgaben oder die Planung des nächsten Urlaubs. Wichtig ist das alle Teilnehmer der Konferenz auch zu Wort kommen und gehört werden, niemand unterbrochen wird, jede Aussage gewürdigt wird, Entscheidungen gemeinsam getroffen werden und von allen getragen werden.

Weitere Infos finden Sie unter Psychotherapie auf NLP-Trainings Tille.